Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
224
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stein von Murau, des Otto von Liechtenstein zn Murau Tochter, under Otto selbst statt seiner ungcvogten oder minderjährigen TochterKathreyn in einem Compromißschreiben wegen gewisser Ansprücheund Erbanfordernngen an die von Buchhcim." Das ist entwederder alte Streit über die Ranhensteinischc Erbschaft oder es hatteOtto wahrscheinlich eine von Buchheim zur Gemahlin, von wel-cher er zwei bereits genannte Töchter hatte, Anna und Katharina,die jüngere noch minderjährig. Auch dürfte er durch diese seineGemahlin mit Johann von Liechtenstein zu Nikolsbnrg verschwä-gert gewesen sein. Die letzte Nachricht über Otto ist vom 4. April1401. An diesen: Tage verglich er sich mit seinen Neffen Ulrichund Friedrich von Stubenberg über eine Schuld von 5000 PfundW. Pfenn., wonach er den Brüdern für je 17 Pf. Pfennige einPfund Gelds auf bestifteten Gütern in Steiermark und Kärnthcnzu geben hatte i). Weitere Erwähnung von Otto V. treffen wirerst, wie wir sogleich sehen werden, mit dem Jahre 1414, wennanders, wie aber wohl wahrscheinlich ist, wir darunter denselbenOtto zu verstehen haben.

Was Friedrich II. betrifft, so beginnen die Nachrichtenmit dem Jahr 1377, in welchem er an dem Kreuzzuge HerzogAlbrechts nach Preußen theilgcnommen haben soll. 1379 erhielter, wie schon gesagt, mit seinen Brüdern die Feste Treffen. 1381erscheint er mit in der Angelegenheit der Feste Diernstein und1386 als einer der Anstifter des neuen Vertrags über die Re-gierung der österreichischen Lande. Von da an treffen wir ihn erstwieder im Jahr 1400 und zwar zum letzten Male. Er scheintsich damals in großer Geldbedrängniß befunden zu haben, denner muß für eine Summe von 4000 Pfund W. Pf., die er anUlrich und Friedrich von Stnbenberg schuldet, ihnen die Festeund die Stadt Murau, sowie Grünenfelö versetzen. Herzog Wil-helm gab dazu au: 16. Januar 1400 zu Wien seine Einwilli-gung 2). Vermuthlich starb er in diesem Jahre, denn die Geldsache,

') Notizblatt 1859. 254 Nr. 301.

2) Lichnowsky,V. Regg. 381; Muchar, VII. 69 ; Notizbl. 1859.