verzichteten die Erben am 1. November 1389 auf alle Ansprüchean die Feste, die an den Herzog fiel').
Bevor wir auf eine Nachkommenschaft Ulrichs II. eingehen,stellen wir die Nachrichten über seine beiden Brüder zusammen.
Otto V. erscheint zuerst im Jahr 1379, also weitaus späterals sein älterer Bruder Ulrich. Die nächsten Nachrichten zeigenihn nur im Verein mit diesem und wir verweisen darauf zurück.Im Jahr 1386 nennt ihn Muchar^) ebenfalls als besonders be-theiligt bei dem Vertrage, durch welchen Herzog Albrecht III.nach dem Tode Leopolds die Alleinregiernng bekam. Allein esscheint ein Jrrthum zu sein, denn in dem erwähnten Abdruck derUrkunde bei Rauch steht Ulrich von Liechtenstein (neben Friedrich)und nicht Otto. 1387 schloß er mit Johann von Liechtenstein-Nikolsburg, Hans von Buchheim und den Pottendorfer Brüdernfür seine beiden Töchter Anna und Katharina einen Theilvertragin der bereits erwähnten Rauhensteiuischen Erbschaftsangelegenheitab 6). Wohl in derselben Sache geschah es, daß er im nächsten Jahremit den genannten Miterben gegen Rudolf von Wallsee Ansprücheauf die zu Weißenberg gehörigen .Güter machte, welchen Streitein Schiedsspruch Herzog Albrechts am 5. Juni schlichtete H. Am1. Oktober und 29. December 1388 bezeugt er den Verkauf vonGütern von Seiten des Andreas von Perschach an das StiftSt. Lambrecht 5). Vom Jahre 1394 haben wir dann noch diefolgende Mittheilung, welche wir den oben erwähnten handschrift-lichen Auszügen ans dem Archiv des Finanz-Ministeriums ver-danken: . . . „gegeben zu Wien am St. Matthiastage des Apo-stels d. i. 24. Februar 1394 erscheint Elzpet von Buchheim,Herrn Hansen von Liechtenstein zu Nikolsbürg, des HerzogsAlbrecht zu Oesterreich Hofmeisters Hausfrau, Anna von Liechten-
9 Lichliowsky, IV. Ncgg. 2192. 2198.2) VII. 33.
9 Liecht. Archiv Repert. L!. o. 2.9 Lichnowsky, IV. Regg. 2136.9 Muchar, VII. 38.