Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
222
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Im Jahre 1386 gehörten Ulrich und sein Bruder Fried-rich, welcher letztere in der betreffenden Urkunde Marschall vonKärnthen genannt wird, mit zu denjenigen Herren, welche nachdem Tode Herzog Leopolds in der Schlacht von Sempach zudessen Sohn Wilhelm und seinen Brüdern kamen und sie baten,um des Wohls der Lande willen die alte Theilung aufzuhebenund eine neue zu veranlassen oder vielmehr die Gesammtregierungeinem einzigen zu übertragen, in Folge welches Schrittes HerzogAlbrecht die Alleinregierung der österreichischen Lande übernahm ').In demselben Jahre 1386 finden wir Ulrich auch als Schieds-richter mit anderen Herren in einem Erbschaftsstreit Ottos vonStubenberg und seiner Gemahlin Anna von Pettau gegen ihreBrüder, Hartneids von Pettau Söhne 2). Um dieselbe Zeit mußteer sich auch der Kinder seines Bruders Otto annehmen, welchean die reiche Verlassenschaft Heinrichs von Rauhenstein Ansprüchehatten. Miterben waren Johann von Liechtenstein von Nicolsburgwegen seiner Gemahlin Elisabeth von Buchheim und Friedrichund Albrecht von Pottendorf. Es finden sich darüber zwei Ver-träge im fürstlich-liechtensteinischen Archiv vom Jahr 1387 s);einen dritten, der Otto selbst betrifft, werden wir unten kennenlernen.

Die letzten Nachrichten über Ulrich sind vom Jahr 1389.Zu Michaelis war er ein Zeuge, wie Herzog Albrecht die Lehendes Stiftes St. Lambrecht empfing ^). Einen Monat später war ernoch Schiedsrichter mit dein Bischof Bcrthold von Freising, denGrafen Hermann und Wilhelm von Cilli, Hans von Liechten-stein von Nicolsburg und Rudolf von Wallsee in einem StreiteHerzog Albrechts über die Feste Schönberg mit den Erben Hansdes Schönbergers, Hans von Ehrcnfels und Konrad von Kreig,.dem Schwager des letzteren. Gegen 800 Pfund Wiener Pfennige

p Rauch, Lorixtorss III. 400.2) Notizblatt 1859. 229 Nr. 252.2) Repert. Fol. 91 und 311.0 Muchar, VII. 39.