Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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210
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Vom Jahre 1380 haben wir die folgende Mittheilnng'):Im Jahre 1380 empfingen Hans nnd Andreas von Liechten-stein von Herzog Albrecht III. zn Oesterreich die Lehen über dasForstfutter, den halben Wald, der Aichberg genannt, alle Fischweiden, das Landgericht und Losung zn Gemünd mit dem ganzendahin gehörigen Wildbahn. Deßhalb auch vorkömmt: Hans undAndreas von Liechtenstein haben zu Lehen empfangen: das Forst-futter zu Gemünd und den halben Wald, genannt der Aichberg,dann den Forst Aissang und den Forst an der Hayd; ferner alleFischweid, die zu Gemünd gehört, das Landgericht und die Losungdaselbst; ferner die Vogtei, das Maistppirwen, die ihre Erbvogteiist, und das Feldgericht an dem Preunsperg, dann das Gerichtzu Velabrunn und allen Wildbahn auf den Gütern die gen Ge-münd gehören. Dann: Herr Andre von Liechtenstein hat zu Lehen:einen Hof, gelegen zu Maißpirpaum, und was dazu gehöret."

Dann folgt noch die weitere Nachricht:

Von Dorothea einer Tochter des Albrecht Burggrafen vonGörz und Gemahlin dieses Andreas von Liechtenstein ObristKämmerers von Steiermark, ist die Kaplanei in der Schloßkapellezu Gemünd errichtet, mit 21 Pfund 5 F 24 Pfennig jähr-licher Gült auf behausten Gütern zu Raggendorf nnd Auersthalgestiftet worden."

Daß Andreas eine zweite Gemahlin des Namens Doro-thea gehabt habe, bestätigt ein Regest bei Lichnowsky aus der-selben Zeit, vom 10. Jan. 1381 zu Wien, davon die Urkundesich ebenfalls im Hofkammer-Archiv befindet. Es heißt:HerzogAlbrecht (um die 2000 Gulden Floriner, die weiland seinVater der Wittwc Rudolfs seligen von Lichtenstein schuldig ge-blieben nnd dafür ihr Mauth nnd Zoll zu Zwettl versetzt, der-selbe Satz nun gefallen auf Andre und Hans von Liechtenstein

>) Handschriftliche Auszüge aus dem Archiv des Finanzministeriums(Hofkammer-Archiv). In dieser Handschrift erhalten Hans und Andreasfälschlich den Beisatz von Nicolsburg, den wir daher weglassen,ch VIII. Negg. 1647 b.