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1 (1868)
Entstehung
Seite
179
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mehrere Jahre gedauert zu haben. 1332 wendeten sich beideTheile an die Herzoge Albrecht und Otto und diese setzteneinen Tag zu Graz fest, wo die Gegner zum Ausgleich er-scheinen sollten, und bestimmten Ulrich von Wallsee zum Schieds-richter. Das geschah am 13. Jänners. Statt dessen aber be-stimmen beide feindliche Theile durch Briefe vom 31. März 1332Otto von Liechtenstein zum Schiedsrichter, obwohl er der Vor-mund der einen Partei war, und Otto fällte seinen Spruch balddarauf am 11. Aprils. Daß dieser Otto, der sich hier Käm-merer von Stcier nennt, kein anderer Liechtenstein desselbenVornamens war, geht aus dem Wortlaut der Briefe deutlichhervor. Sein Spruch beendete aber nicht den Streit. Am15. Mai desselben Jahres ist es Hedwig von Bottendorf, eineder Miterbinnen, welche das ihr zugefallene Viertel vom nie-deren Schloße zu Kapfenberg und anderes an die stnbenbergischcnBrüder verkauft und unter Intervention Rudolfs von Liechten-stein für eine Geldsumme auch ihren Antheil an dem SchloßStnbenberg an die Brüder abzutreten verspricht ^). lieber andereStücke der Erbschaft, worauf Frau Hedwig noch Ansprüche er-hob, erwählten beide Theile, Hedwig einerseits und Otto vonLiechtenstein andererseits für seine Mündel, Rudolf von Liech-tenstein, der hier ausdrücklich Ottos Bruder heißt, zum Schieds-richter. Am 21. Febr. 1333 fällte dieser seinen Spruchs).

Bald darauf, am 1. Mai 1333, gelobte einer der dreistnbenbergischcn Brüder Friedrich die Tochter Rudolfs vonLiechtenstein Elisabeth zur Ehe zu nehmen ^). In der darüberausgestellten Urkunde ist die Einleitung durch Erwähnung zweierLiechtenstein des Namens Otto befremdend. Es heißt wenigstensim gedruckten Auszug °): Friedrich von Stubenberg, Schenk in

') Notizblatt, 1856. 461. A. a. O. Nr. 96.

-) A. a. O. Nr. 97—99.

-) A. a. O. Nr. 100.

si Notizblatt 1859. 133 Nr. 100.

°) Em zweiter Bruder Ulrich heirathete später Ottos Tochter Diemut.

°) Notizblatt a. a. O. Nr. 103.

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