Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
177
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diesen Brief siegelte Otto von Liechtensteins. Am 29. Julidesselben Jahres verkaufte er verschiedene Besitzungen an Peterden Techent^). Sodann finden wir ihn am 5. September 1318als Schiedsrichter in einer Streitsache der Brüder Pardeysermit Friedrich von Stubenberg ^). Anfang December war er zuJudenburg bei der Zusammenkunft des Herzogs Friedrich mitdem Erzbischof Friedrich von Salzburg, und er verbürgte sichhier mit anderen Edlen für eine Zahlung des Herzogs von39(1() Mark Silber oder der sichern Uebergabe von Burg undStadt Neumarkt und der Burg Arnfels^). Im folgenden Jahre1319 erhielt er von K. Friedrich dem Schönen ein Privilegüber den Wochenmarkt in Predlitz^).

Im Jahre 1324 erhielt Otto von Liechtenstein am 18.Juni zu Friesach vom Hochstift Salzburg alle Lehen desselbenzwischen Leoben und Eppenstein, zwischen Ceiring und Nnz-markt, welche Lehen durch den Tod des Grafen Hermann vonHeunburg heimgefallen waren6). Auf ein Verwandtschaftsvcr-hältniß, das damals zwischen Liechtenstein und Hennburg stattfand, durch eine Verbindung zwischen Ottos Sohn Rudolf Ottound Anna, einer Angehörigen des letzteren Hauses, werden wirzurückkommen. Im Jahre 1325 am 21. Dec. wurde zwischen denliechtensteinischen Brüdern und Wülfing von Stubcnberg einVertrag abgeschlossen, wonach die Nachkommen beiderseitigerEdelleute, die sich miteinander verheiratheten, ihnen zu gleichenTheilen angehören sollten^).

Im Jahre 1326 erscheint Otto zweimal als Zeuge, zu-erst in einer Urkunde vom 8. April, mit welcher Offemia, derWittwe Wülfings von Stubenberg, nach Uebereinkunft mit

h Muchar, VI. 211.

2) Notizblatt 1851, 281 Nr. 9.

2) Notizblatt 18SS, 439 Nr. 80.

4) Muchar, VI. 209.

5) Nach einer noch in Murau befindlichen Urkunde.

°) Muchar, VI. 233; Archiv für Kunde österr. Gesch. XXX. 309 ff.

') Notizblatt 1856, 443 Nr. 92.

Falke. Liechtenstein. 12