— 176 —
wurde von Herzog Friedrich zu einem jener Gesandten aus-ersehcn, welche für ihn um die Hand der schönen und mitTugenden und Bildung reich geschmückten Prinzessin Elisabethvon Arragon werben sollten. Außer Rudolf wurde die Ge-sandtschaft noch von Heinrich von Wallsce und dem Abt vonSt. Lambrecht gebildet, denen eine große Schaar angesehenerGeistlicher und Laien zu glanzvollerem Auftreten beigegebenwurde. Das Reiseziel wurde glücklich erreicht und die Werbunggelang. Jsabella, durch einen früheren Tranin bereits überdiese Ehe vorbereitet, nahm mit Zustimmung ihres Vatersdes Königs Jakob den Antrag an und verließ mit den Ge-sandten und in Begleitung des Erzbischofs von Gerona, denihr der Vater zur Ehre mitgab, ihre Hcimath. Durch dassüdliche Frankreich erreichten sie Carpentraö bei Avignon, woder Papst mit der Braut zusammentraf, ihr seinen Segencrtheilte und ihr ein schönes Reitpferd zum Geschenk machte.Braut und Gesandtschaft setzten dann die Fahrt an den Rheinfort und fuhren von Dissenhofcn in Begleitung der HerzoginKatharina von Oesterreich, der Schwägerin der Braut, nachKärnthcn, wo der Gemahl sie erwartetes.
Im Jahr 1314 dienten beide Brüder als Zeugen beider Bestätigung der Privilegien des Schottenklosters in Wiendurch Herzog Friedrichs). In den Jahren 1315 und 1316treffen wir sie in Angelegenheit der freisingischen Güter inSteiermark. Im Jahre 1315 war bei Otto dem Landkämmererein Prozeß über diese Güter anhängig, und er schreibt darüberam 10. April an den Bischof Konrad von Freising, währendRudolf im Jahre 1316 einige Schwaigen an das Bisthumverkauftes. Am 21. Januar 1317 stiftete Adelheid, WittweOttos des Kumers, eine ewige Seelenmesse in St. Lambrecht;
3 Böhmer, Kontos rsrnin derin. I. 379. — ^. non. I^eob. eüron.910. Pe'z, Loriptorss I.
2) Hergott, ^lonmnentn «iomus ^.nstrinons I. 237.
2) Mittheil, des histor. Vereins für Steierm. Heft XI. 59. 70.