Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

138

Versammlung der Stände aus den österreichischen Ländern,davon die meisten Wohl schon im Heere gewesen sein mochten.Vorher muß Otto jedoch wieder nach Steiermark zurückgekehrtsein, denn am 9. Januar 127? machte er für das Seelenheilseiner Acltcrn zu Seckan eine Begabung dieses Stiftes. Hierin Seckan befand sich, wie schon oben erzählt, die Familien-gruft des Hauses mit der Kapelle zu Ehren des heil. Johannes,welche Ulrich hatte erbauen lassen und deren Ausschmückungsein Sohn Otto vollendetes. Am 17. Februar desselbenJahres erscheint er dann in Wien als Zeuge zweier Urkunden;in der einen bestätigt K. Rudolf die Begabungen des Chor-herrenstiftcs St. Katharina in Stainz^), in der anderen ver-pfändet er den Brüdern Eberhard und Martin, Bürgern zuMarburg, gewisse landesfürstlichc Lehens. Ebenfalls ist er inWien Zeuge in einem Streit zwischen Hcntnid von Wildonund dem Stift Seckan, der unter dem Vorsitze des Landrich-ters Otto von Haslau auf Befehl Rudolfs entschieden wurde '),sowie er auch Rudolfs Bestätigung bezeugt, mit welcher der-selbe einen Beschluß Ottokars für den Bischof Bernhard vonSeckau bekräftigt °).

Im folgenden Jahre 1278 brach dann der Krieg zwischenRudolf und Ottokar aufs neue aus und rief mit den Stenernunter den ersten auch Otto von Liechtenstein wieder auf denKriegsschauplatz und ans das Schlachtfeld bei Dürnkrnt. MitKolo von Seldenhofen und Friedrich von Pettau führte ereinen Haufen von 1999 Geharnischten herbei, welche KönigRudolf mit den übrigen Stenern in die Heeresäbtheiluug aus-nahm, die er selber in der Schlacht befehligte. Der Reimchro-

>) Fröhlich, I, 239; Muchar V. 399; s. oben.

-) Muchar, V. 393.

s) Mittheilungen des hist. Vereins für Steierm. Heft V. 215;Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen XVIII. 1373.

9 Muchar, V. 400.

-h Fröhlich, I. 335.