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1 (1868)
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und Otto von Liechtenstein. Hier gelobten sie als des ReichesVasallen dem König Rudolf mit Leib und Gut so zu dienen,daß, würde auch einem von ihnen Belagerung oder eine andereGefahr bevorstehen, sie alle zu dessen Befreiung zusammen-treten und sich nicht anders als im Tode trennen wollten.Würde einer an diesem freiwillig von ihnen eingegangenenBunde zum Verräther werden, so sei derselbe meineidig, recht-los und verflucht, und dessen Lehen, die vom Reiche herrühren,solle der römische König einziehen ^). Das Beschlossene wurdesogleich in Ausführung gesetzt, und aller Orten begann derSturm ans die von den Böhmen besetzten Burgen, die einenach der andern in die Hände des steirischen Adels fielen.Unter ihnen wird auch Offenberg genannt, wohl das SchloßDietmar's. Milota mußte flüchtig das Land verlassen, unddie steirischen Edlen sammelten, was sie nur an Leuten auf-bringen konnten, mehr als sie jemals unter Ottokar gestellthatten, und zogen damit nach Oesterreich zum Heere Rudolfs,der mit Vergnügen diese trefflichen Schaaren zu seiner Hülfeherankommen sah. Auch unter diesen war Otto von Liechten-steinmit erizsrn rotten" 2). Dieser Zuzug der Steirer unddie Nebergabe von Wien, die eine Zeitlang zu Ottokar ge-halten und der Belagerung getrotzt hatte, machten den KönigOttokar zum Frieden geneigt, der im Lager vor Wien am26. November 1276 abgeschlossen wurde und die österreichischenLänder wieder von Böhmen trennte. Ludwig von Bayern wurdeeinstweilen Reichsverweser derselben.

Darnach finden wir Otto von Liechtenstein in Wien beiKönig Rudolf, der in dieser Stadt einen längeren Aufenthaltnahm, zur Ordnung aller der verschiedenen Angelegenheiten,welche die wechselnden Geschicke der letzten Jahre in diesenGegenden herbeigeführt hatten. Rudolf berief dazu eine große

-) Mnchar, V. 376 u. a. O.

2) Ottokar's Reimchronit e. OXXIX. 136.