im Fraueudiest, wobei wir ihn als einen fröhlichen, tapfern,zn abenteuerlich scherzhaften Unternehmungen aufgelegten Tumnierritter kennen lernen, sondern auch die Urkunden undChroniken kennen ihn. Daß er in der Geschichte seines Vater-landes nicht die Rolle spielen konnte wie sein Bruder, warnatürlich, da dem letzteren, dem ältesten des Hauses, schondas bedeutende Vermögen eine vorragende Stellung unter denEdlen seines Landes verlieh. Dennoch nahm er an den Er-eignissen in Steiermark Theil und hielt sich, so viel wirwissen, zu der Partei, welcher sein Bruder angehörte. Wirhaben daher schon öfter Gelegenheit gehabt, ihn mit diesemzugleich zu erwähnen. Alle diese Fälle übergehen wir undwollen im Folgenden das zusammenstellen, was uns sonst nochüber ihn bekannt geworden ist.
Dietmar konnte nicht viel jünger sein als Ulrich, da erbereits bei dem Turnier in Friesach im I. 1224 als mann-licher Ritter mitwirkte. Die erste urkundliche Erwähnung datirtvom 17. November 1227 zn Graz, wo er mit seinem Bruderzugleich erscheint als Zeuge in dem Friedcusschluß zwischendem Herzog Bernhard von Kärnthcn und Bischof Ekbert vonBamberg. An dem Kriege aber, welchen dieser Friedensschlußendete, hatte Dietmar einen bedeutenden Anthcil genommen.Bischof Ekbert, ein geborner Graf von Meran, hatte inFolge von Gränzstrcitigkeitcn den Krieg begonnen und war,unterstützt von Herzog Otto von Meran, seinem Bruder, mitHeeresmacht in Kärnthen eingefallen. Herzog Bernhard säumtenicht sich zu rüsten und rückte ihm mit starker Ritterschaftentgegen, darunter die vornehmsten Hauptleute waren: GrafHermann von Ortenburg, Konrad von Auffenstcin, Dietmarvon Liechtenstein, Kol von Seldenhofen und Heinrich vonDietrichstein. Der Herzog hatte sein Heer in drei Haufengetheilt, von denen die beiden vordersten durch den Grafenvon Ortenburg, durch die Herren von Ausfenstein und Liech-tenstein, sowie durch Alexander Räuber befehligt wurden. Auf