Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
124
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wir aus seinem eigenen Zcngniß während der Vcnusfahrtbereits gesehen und wir haben sie bei der GefangcnnchmungUlrichs durch Pilgcrin von Kars in Verzweiflung wiedergctroffcn.Ihr Sohn Otto hielt durch die Stiftung in Scckan ihr An-denken in Ehren.

Ans dem Franendienst 2) wissen wir, daß Ulrich zweiSöhne hatte. Der zweite, dessen Namen wir nicht einmalerfahren, kommt in der Geschichte nicht vor. An der erwähntenStelle des Francndicnstes heißt es: min süns tnzäa nncl onoss2^vsi ssint, es findet sich aber von andern Kindern Ulrichsnichts weiter als die Erwähnung einer Tochter Liukardis,welche Nonne in Admont wurde ^). In seinem früheren Liebes-lebcn spielt noch eine große Nolle eineNiftcl", welche eineArt Gesellschaftsdame bei jener hohen Frau war, der Ulrichseine ersten Ritterdienste widmete. Eine Schwester Ulrichs waran Heinrich von Wasserburg vcrhcirathct; auch ihr Name istuns unbekannt.

Dietmar von Ossenberg und seine Söhne.

Ulrichs jüngerer Bruder Dietmar führte seinen Na-men von Offenberg oder Offcnburg^), einem Bergschlossein der heutigen Pfarre Pöls am Pölscnbache gelegen, nurzwei und eine viertel Stunde entfernt von Jndenburg undLiechtensteins. Nicht nur erwähnt Ulrich seiner zum öftcrn

-) 547, 25.

2) Mnchar, III. 387.

2) Schon oben haben wir neben Dietmar III. einen Offo vonOffenberg in einer Urkunde von 1177 gefunden; vielleicht war er einBruder Dietmars und gab dem Schloß den Namen, der später zur Be-zeichnung einer kurzen Seitenlinie diente.

4) Im 1.1436 erscheint eine Feste Offenberg im Besitz von AndreasRainung. Chmcl, Materialien. I. 24. Nr. 146.