Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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Diese Herren bcriethcn sich mit einander, wie die Rcim-chronik fortfährt, nnd kamen übcrein, daß es das Beste sei,wenn Oesterreich und Steiermark in einer Hand seien, undzwar in der starken Hand, welche bereits Oesterreich halte.

So hielt Ulrich in dem nun folgenden Kriege zwischenBöhmen und Ungarn zu Ottokar, wenn wir auch nicht wissen,welchen kriegerischen Antheil er nahm. Wir sehen ihn aber im> Jahre 1253, als Ottokar in Steiermark war, mit einer großenAnzahl anderer Herren seiner Partei, die sich offenbar ver-größert haben mußte, am 17. Mai in einer Versammlungzu Lcobcn ihm zur Seite stehen '). Der im nächsten Jahr 1254erfolgte vorläufige Friede jedoch, den der Papst, der keineder Parteien fallen lassen wollte, vermittelte, fiel nicht zu Gun-sten der Partei Ulrichs, ebensowenig aber auch der Gegenparteiaus, indem er das schöne Stcierland theilte und die größereHälfte an Ungarn überwies. Unter diesen Umständen scheintauch Ulrich seinen Frieden mit dem Könige von Ungarn ge-macht zu haben, denn als der Streit bald darauf wieder ent-brennen sollte, sehen wir ihn auf dessen Seite stehen.

In die Zwischenzeit fällt die Abfassung seines zweitenGedichts des Frauenbnches (1255), während das erste geradewährend des Krieges zwischen Ottokar und Bela wenigstensvollendet worden sein muß. Urkundlich finden wir Ulrich 1255in einer Entscheidung, welche der Landrichter von Steier, Gott-fried von Marburg gegen Wolfram traf, einen im Dienstedes Grafen von Psannberg stehenden Schützen, und seine An-sprüche ans Zehnten im Thalc Nein-); ebenso 1256 als Zeu-gen in einem Lchcnbricf des Herzogs Ulrichs von Kärnthenum das Bergwerk zu Tnrrach^).

Der neue Kampf entbrannte über Salzburg, dessen krie-gerischer ErzbischofPhilipp von Kärnthen sich mit seinem Dom-

>) Muchar V. 247; Fröhlich I. 32S.

2) Muchar, V. 263.

°) Horm ah r a. a. O. 40.