Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
69
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beit>). Von sich selber sagt Ulrich, was er an diesen? Tagegcthan, das wolle er aus Bescheidenheit verschweigen; nur dasEine könne er in Wahrheit erklären, daß er weder der bestenoch auch der schlechteste gewesen sei.

Darnach hatte es denn des Turniercns ein Ende; dieHerren kamen zu ihren Bcrathungcn, machten Friede unterden streitenden Fürsten, und sodann ritt alles Hein?. Ulrichritt zu seiner Niftcl, die bereits von seinen Thatcn zu Friesachgehört hatte. Sie versprach ihn? ihren Boten zu seiner Herrinzu senden und seine Thatcn zu rühmen und Ulrich gab dem-selben sein neuestes Lied, eine ganz neue Tanzweise, mit, welchebei den Herren zu Friesach viel Beifall gefunden hatte. Alleindie hohe Dame ließ sich noch immer nicht rühren; sie antwor-tete, die Niftcl habe das Lob ihres Neffen übertrieben und siesolle ihr keine Botschaft von demselben mehr senden. Ulrichwar trostlos, doch verlor er seinen Mnth nicht, sondern zogden ganzen Sommer umher, wo nur Turniercns zu findenwar. Der Winter fand ihn dann wieder zu Hause, klagend inLieder??, daß der Winter und ein anderes Leid ihm alle Freudebenehmen.

Sowie der Sommer sich regte, zog auch Ulrich in? rit-terlichen Fraucndicnst wieder aus mit reichen Kleidern undRossen, erst nach Kärnthcn und Kram, dann nach Jstricn, woGraf Mainhard von Görz, der chrcnreiche, in Trieft ein Tur-nier veranstaltet hatte. Unter 5EO Speeren vcrstach hier Ulrichfünfzehn. Von da ritt er nach Brixen, wohin gerade ein Tur-nier ausgeschrieben war, und wurde dort als ein bekannterTurnicrheld von der ganzen versammelten Ritterschaft freudigaufgenommen. Man kämpfte hier in zwei abgetheiltcn Haufen;gegen Abend aber forderte Herr Ulschalk von Bötzen nochUlrich ans, ????? seiner Frau willen einen Speer mit ihm zuverstcchcn. Ulrich war bereit, allein er hatte das Unglück, daß

') Fmuendienst 00, 17 ff.