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Ritter in Thätigkeit waren. Alles wandte sich nun gegen dengrünen Ritter; zuerst sein Bruder Dietmar, dem Ulrich aberauswich, um seine Speere auf andere zu »erstechen. Einekleine Wunde, die er am Arm von Hadmar von Kucnringerhielt, achtete er nicht, sondern fuhr im Tjostiren fort. Alser endlich, immer noch unbekannt, den Kampfplan wieder ver-ließ und von dannen ritt, wollten ihm die Ritter alle folgen.Aber seine Knappen wehrten es ihnen und endlich hielt sie derMarkgraf von Jstrien zurück, er möge reiten, wohin er wolle,da er ja unerkannt zu bleiben wünsche. So ritt denn Ulrichfort, um sich von neuem umzukleiden und wieder als ein an-derer auf dem Felde zu erscheinen. So führte er das Waffen-spiel fort, bis der Abend die Kämpfenden wieder schied; dawar noch diel Gerede und Nachfrage, wer der Ritter gewesensei, der grün wie das Gras vom Berge herabgeritten und derso wonnigliche, maienfarbene Kleider augehabt habe.
So dauerte das Stechen und Tjostiren zehn Tage lang,bis es denn endlich den Fürsten zuviel wurde und sie es satthatten, in Friesach zu liegen, ohne daß sie zum Zweck ihrerZusammenkunft gelangen konnten, denn die Herren warenwegen ihrer Kampflust niemals zur Berathung zu haben. Damachte Bernhard von Kärnthen den Vorschlag, sie wollten allemit einander noch ein großes gemeinsames Turnier halten unddamit solle es zu Ende sein. Der Vorschlag wurde angenom-men; man theilte sich in zwei Heere, von denen eines HerzogLeopold von Oesterreich, das andere Heinrich von Jstrien führteund lieferte eine förmliche Turnierschlacht, in welcher dieSchaaren durch einander fuhren und eine Menge Gefangenegemacht wurden, die sich am nächsten Tage mit Geld lösenmußten. In dieser Schlacht hielten sich beide Brüder vonLichtenstein höchst ausgezeichnet. Dietmar, womöglich gerüstetund reich an Muth, brach kräftiglich hin und her durchdie Schaaren und verstach wohl fünfundzwanzig Speere;niemand that des Tages wohl mehr an ritterlicher Ar-