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1 (1868)
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Freudig hatte sie diesem Aufruf entsprochen, das wundervolleWetter des ersten jungen Frühlings, die Lust des Maien, dereben den Wald belaubt und der Heide das wonnigliche Som-merkleid angelegt hatte "), das alles erweckte solche Kampfcs-frcudigkeit, daß die Fürsten nicht zu den Bcrathungen kommenkonnten.

lim Abwechslung und ein romantisch-poetisches Interessein das Waffenspiel zu bringen, legke sich Ulrich mit seinemBruder Dietmar in einen Forcis, d. h. er nahm einen be-stimmten Platz auf einem Anger bei Friesach ein und wartetehier, um mit jedem, der des Weges zöge oder zu ihm heraus-käme, eine Lanze zu vcrstechen. Hier schlug er ein Zelt undzehn Hütten ans, steckte vier Banner und fünfhundert Speeredavor und harrte mit scchsnnddreißig anderen Rittern, welcheebenfalls den Frauen dienten, der Kommenden. Die Ritter zuFriesach gingen mit Vergnügen auf diese ursprünglich derDichtung entnommene, aber wohl öfter im Leben ausgeführteIdee ein 2). Von beiden Seiten konnte man kaum den Morgenerwarten. Sowie die Sonne aufging, zogen die Ritter vonallen Seiten herbei mit reichen, glänzenden Bannern undleuchtendem Wasfenschmuck, daß sie Blumen und Gras über-schicncn. Alsbald begann auch der Kampf, in welchem Ulricham ersten Tage wohl dreißig Speere verstach. Des nächstenMorgens in der Frühe war er wieder der erste aus seinemZelt. Nachdem er bereits dreizehn Speere verstrichen hatte,begab er sich heimlich in sein Zelt zurück und von da anseinen Berg, wo seiner bereits eine Anzahl Knechte harrten.Hier kleidete er sich ganz neu in eine andere Rüstung und ineinen sammtncn Waffenrock, alles ganz grün, und in dieselbeFarbe kleidete er seine Knechte. So erschien er plötzlich als einganz Unbekannter auf dem Schlachtfeld, wo bereits hundert

>) Franendicnst «W, 14.

2) B. d, Hagen Minnesinger IV. !WZ.

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