FEREER
ein ehemals berühmtes Geschlecht zu Weissenfeis.
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Pag. 59.
Unter den Nachrichten über die Weissenfelser Stadtkirche ist folgender Satz für die FamilieFerber von Interesse: „Das Ferbersche Geschlecht allliier, welchem während des Pabstthums dieLehn des hohen Altars zugestanden waren, hat im Jahre 1518 für diese Kirche und den Altareinen päbstlichen Ablassbrief eingeholt."
Pag. 84. 85. 86.
Das Ballhaus ist früher eine Judenschule gewesen, welche nach Vertreibung der Juden anden Landesherrn fiel. Von diesem erhielt sie im Jahre 1441 der churfürstliche Thorknecht, KonradVoigt ; dieser Besitz sammt den damit verknüpften Vorrechten wurde im Jahre 1485 auch denErben dieses Konrad Voigt bestätigt. Hierauf kam dieses Haus an andre Besitzer. HerrWolfhart Ferber machte einen Gasthof daraus, welcher den Namen „Der schwarze Bär" erhielt.Im Jahre 1639 brannte dieser Gasthof bis auf den Grund ab und ging gänzlich ein. Aus seinemStaube erhob sich ein andres schönes Haus, welches der geheime Rath und Kanzler von Bünaubesass. Nachdem es von demselben Se. Hochfiirstl. Durclil. Herr Herzog Johann Georg gekaufthatte, ward es im Jahre 1699 in ein fürstliches Ballhaus verwandelt. Im Jahre 1772 wurdedasselbe wegen Unbrauchbarkeit subhastirt und von Herrn Kaufmann Wilh. Christ. Schinkenerstanden. Nachdem es von diesem der Rath erhalten und in ein gemeinsames Armenhaus ver-wandelt hatte, ist es in neuester Zeit die Superintendentur geworden.
Pag. 90.
Den Namen „Der schwarze Bär" erhielt das Gasthaus des Herrn Wolfhart Ferber durchfolgende Begebenheit: Ein wilder Bär habe sich einstmals im Brauhause des Klosters zu Beutiz,nachdem die Brauknechte aus Furcht sich ins Sichre gemacht, besoffen und sei später taumelndim Holze umhergelaufen. Nachdem der Rath Kunde hiervon erhalten hätte, habe sich der Bürger-