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welche die Absendung der Adelsakten aus Böhmen so lange ver-zögerten. Nachdem jedoch an dem Entschlüsse eine allgemeineAdelsmatrik für die ganze Monarchie mit Ausnahme vonUngarn und Siebenbürgen zu gründen festgehalten wurde, musstendann schliesslich aus Böhmen ebenso wie früher aus den übrigenLändern die einschlägigen Akten an die k. k. vereinigte Hofkanzleiabgegeben werden.
Die lanwierigen Verhandlungen zwischen Prag und Wienwegen Errichtung einer separaten Adelsmatrik für die KronländerBöhmens, Verhandlungen, welche sich bis in das Jahr 1835 ge-zogen zu haben scheinen, blieben natürlich nicht ohne nachtheiligenEinliuss auf die Vollständigkeit und die chronologische Ordnungder auf Böhmen bezüglichen Eintragungen in die Saalbücher. Auseinem im Adelsarchive aufbewahrten Protokolle, überschrieben:„Uebersicht derjenigen Adelsmaterialien, welche seit 1828 theilsvon untergeordneten Stellen, theils von anderen Hofstellen odervon dem Auslande an die vereinigte k. k. Hofkanzlei gelangtsind", geht hervor, dass im Jahre 1835 dem Adelsarchive 363 StückConcepte zukamen, die bei dem böhmischen Gubernium, sowie76 Stück Verhandlungsakten über Adelsverleihungen, welche beidem Generalhoftaxamte aufgefunden worden waren. Damals arbeiteteman aber bereits seit 6 Jahren an den Saalbüchern auf Grundlagedes bereits 1829 chronologisch geordneten Materiales und dieArbeit hatte derartige Fortschritte gemacht, dass man die neuerworbenen böhmischen Daten chronologisch nicht mehr einreihenkonnte. Man musste dieselben zum Theil in den Schluss desBandes Nro. 32 eintragen und einen neuen Band anlegen, welchemman die Nummer Nro. 32 b gab, so dass nun der Band Nro. 32 aStandeserhöhungen von 1620—1638, Band Nro. 32 b solche von1614—1712 und der hierauf folgende Band Nro. 44 wieder Standes-erhöhungen von 1629—1634 enthält. Der Inhalt der weiterenBände ist dann chronologisch ziemlich in Ordnung. Weitere Er-werbungen böhmischer Adelssachen erfolgten in den Jahren 1837,1840, 1842, 1843, 1848 und wahrscheinlich auch noch später.Mittlerweile war aber der ganze schöne Plan zur Errichtung einerallgemeinen Adelsmatrik wegen der hiezu erforderlichen allzu-grossen Geldmittel aufgegeben worden, die Fortsetzung der Saal-biicher unterblieb und man fand es nicht einmal der Mühe werthdas bis dahin Geschaffene in der ursprünglich beschlossenen Weisezu vollenden. Die Wappen sollten bei allen Diplomen in Farben aus-geführt werden, wofür 30 kr. Cm. gezahlt wurden, die Eintragungen