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Der Adel der böhmischen Kronländer : ein Verzeichnis derjenigen Wappenbriefe und Adelsdiplome, welche in den böhmischen Saalbüchern des Adelsarchives im K. K. Ministerium des Innern in Wien eingetragen sind
Entstehung
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sollten mit den Originaldiplomen oder den Coneepten collaudirt,mit Aufschriften versehen und die Bände paginirt werden. Mitder Ausführung der Wappen war man bei den böhmischen Saal-büchern bloss bis in die Mitte des zweiten Bandes und mit derCollaudirung auch nicht viel weiter gekommen; ebenso wurde diePaginirung der letzten 4 Bände, sowie die Durchführung der Auf-schriften über vielen Diplomen ganz unterlassen. Dass in Folgedieser plötzlichen Unterbrechung der Index, dessen Ueberprüfungund Richtigstellung wohl erst nach Beendigung der ganzen Arbeithätte erfolgen sollen, heute unvollständig und unzuverlässig ist,ergibt sich naturgemäss aus der Schilderung obiger Thatsachen.

Der Zeitpunkt, zu welchem der bedauerliche Entschluss gefasstwurde das Project der Errichtung einer allgemeinen Adelsmatrikfällen zu lassen und in Folge dessen mit den Eintragungen in dieSaalbücher aufzuhören, lässt sich aus den Akten des Adelsarchivesnicht feststellen, jedenfalls war dies vor 1844 geschehen, denndamals waren alle vorhandenen Bände, die alten schon vor 18z9bestandenen sowohl als auch die neu errichteten bereits numerirt.Die im Jahre 1844 von der obersten Justizstelle an das Adels-archiv gleichzeitig mit einem Fascikel Akten, welche den Adelim Allgemeinen betreffen, übergebenen 5 böhmischen gleichzeitigenCopialbiicher, enthaltend Diplome und Rescripte aus den Regierungs-epochen Kaiser Ferdinand's I. und Maximilian's II., wurden derbereits bestehenden Reihenfolge der Saalbücher mit den höherenNummern 283287 angereiht. In einer späteren, bisher nicht zuermittelnden Zeit kam dann das unter den böhmischen Saal-büchern den ältesten Rang einnehmende gleichzeitige deutscheCopialbucli aus den Jahren 15301534 hinzu, welches heute diehöchste Nummer, nämlich 297 trägt und mit welchem mein Ver-zeichniss beginnt.

Nachdem der Fortführung der Saalbücher ein so jähes Endebereitet worden war, kümmerte sich ein halbes Jahrhundert Niemandmehr um dieselben, so dass deren Existenz schliesslich bloss einerkleinen Anzahl Personen bekannt war, bis Herr Professor Dr.Jaromir Öelakowsky in seiner 1890 erschienenen interessanten Ab-handlung über die heimischen und fremden Register, besondersüber die Register der böhmischen und anderen oesterreichischenIlofkanzleien die allgemeine Aufmerksamkeit auf dieselben lenkte.

Ueber das Wesen und die Bedeutung dieser Saalbücher ver-weise ich daher auf die in der erwähnten Abhandlung enthaltenen