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Der Adel der böhmischen Kronländer : ein Verzeichnis derjenigen Wappenbriefe und Adelsdiplome, welche in den böhmischen Saalbüchern des Adelsarchives im K. K. Ministerium des Innern in Wien eingetragen sind
Entstehung
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anzulegen" und das von dem genannten Registrator vorgelegteFormular für diese Adelsmatrik anzunehmen.

Eine der ersten Vorarbeiten zu diesem grossen Unternehmenbestand darin, die Reihe der bereits vorräthigen Saalbücher zuergänzen, nachdem dieselben gewissermassen als Basis der zuerrichtenden Adelsmatrik dienen sollten. Aus einem Berichte desRegistrators Brettschneider vom 22. Mai 1829 geht hervor, dasszu jener Zeit 117 Stück dieser Bände bereits exjstirten. Wanndieselben angelegt wurden, lässt sich aus den im Adelsarchiveunter den Allgemeinen Akten aufbewahrten Aufzeichnungen mitSicherheit nicht feststellen. Im Jahre 1779 war der Auftragergangen für Galizien drei Saalbücher anzulegen, und für denUmstand, dass man sich auch ferner für diese Bücher interessirte,sprechen die Erlässe der k. k. vereinigten Hofkanzlei vom 1. März1821 Z. 5270 und vom 18. Juni 1826 Z. 1740, welche beide dieFortsetzung der Saalbücher anordnen.

Aus dem bereits oben erwähnten Berichte des RegistratorsJohann Brettschneider vom 22. Mai 1829 ist zu entnehmen, dassan die verschiedenen Landesstellen der Auftrag ergangen war, allejene Akten und Documente, welche sich auf Adeisertheilungenresp. Standeserhöhungen bezogen, der Registratur der vereinigtenHofkanzlei zuzusenden. Aus diesem auf diese Weise eingelangtenMaterial sowohl, als auch besonders aus den bereits in Wien vor-handenen Akten wurde das Brauchbare zu Fascikeln gebildet, derenbis zum 22. Mai 1829 bereits 155 Stück vorbereitet waren, welchezu eben so viel Saalbüchern adaptirt werden sollten.

In Prag scheint man dem Auftrage, die Adelsakten nach Wienzu senden, nur zögernd und mit Widerstreben Folge geleistet zuhaben, was aus einem Verzeichnisse ohne Datum über den Stand derAdelsakten bei der k. k. vereinigten Hofkanzlei hervorgeht, worines bei Böhmen heisst, dass sich die Akten aus der Zeit nach Ver-brennung der Landtafel von 1541 bis 1580 in Prag befinden,wovon die im Hofkanzleiarchive aufbewahrten, seit dem letzt-bezeichneten Jahre die Series bilden", mit dem Bemerken, dassaus Böhmen bloss mehrfällige Adelsverzeichnisse eingesendet wurden,man jedoch mit der Ausbeute, welche in dieser Beziehung diehöhmische Landtafel bietet, begonnen habe. Ein Schreiben desGrafen Chotek aus Prag vom 29. Januar 1832 an den OberstenKanzler Grafen Mittrowsky mit Propositionen zur Errichtung einerböhmischen Adelsmatrik gibt Aufschluss über die Motive,

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