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3 (1882)
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Dienste von ihm erwarten durfte, wünschte schon im Jahre 1795,daß er den geistlichen Stand aufgäbe und Soldat werde >). Alleindie Sache war nicht so leicht geschehen, denn sie stieß in Romauf Schwierigkeiten. Er hatte mehrere Jahre zu warten, machtewährcnddcß (1798) noch eine Erbschaft, welche sein Jahresein-kommen auf 30,000 Gulden brachte, so daß er nunmehr völligin Unabhängigkeit nach seiner Neigung leben konnte. Erst imJahre 1804, als er selbst nach Rom gegangen war, dort seineLösung vom geistlichen Stande und seinem Gelübde zu betreiben,erreichte er durch seine persönlichen Bemühungen seinen Zweck:er wurde säcularisirt. Nun war er frei und wäre selber gernezur Diplomatie übergetreten, aber er folgte dem Wunsche desKaisers, wurde Soldat und trat als Rittmeister in die Armeeein. Wie vorausgesehen, machte er sich vortrefflich im neuenStande, zeichnete sich aus durch Tapferkeit und Klugheit undstieg rasch von Stufe zu Stufe. 2)

In das nächste Jahr (1805) füllt der unglückliche Fcldzug,der mit der Capitulation von Ulm begann und mit der Schlachtbei Austcrlitz endete. Fürst Wenzel stand als Rittmeister mitseinen Brüdern Moriz und Aloys in der deutschen Armee; alledrei geriethen bei Ulm mit in die Gefangenschaft, aus welchersie am 30. November zurückkehrten, mit dem Verbot, in diesemKriege weiter zu dienen. Die Friedensjahre bis zum Jahre 1809verlebte Fürst Wenzel meist in Wien in gewohnter Weise, triebzur Abwechslung auch Landwirthschaft, kaufte sich (1807) um40,000 Gulden einen Meierhof auf dem Marchfeldc und richteteeine Schäferei und Rinderzucht ein. Im Jahre 1809 ergriff erwieder die Waffen und diente als Adjutant seines Vetters, desFürsten Johann. Während der Friedensverhandlungen, welchedieser zu führen hatte, wird der Fürst öfter von Gentz in seinenTagebüchern erwähnt. Fürst Wenzel war in der Lage viel zu

9 Wolf, 250.y Wolf, 271.