Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
346
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sehen und zu hören und beobachtete gut, mit scharfen Augenund scharfem Verstände. Gcntz ließ sich daher gerne van ihmerzählen. Ich nächsten Jahre lockten ihn die Festlichkeiten, welchebei der Vermählung der Erzherzogin Marie Louise mit demKaiser Napoleon stattfanden, nach Paris. Er war auch bei demgroßen Brandunglück anwesend, welches das Gartenfest desFürsten Schwarzenberg zerstörte. In seiner ferneren militärischenLaufbahn brachte er es bis zum Generalmajor. Er machte dieKriege der Jahre 18l 3 und 1814 mit und, glücklicher als seinBruder, kam er am Schlüsse mit in das eroberte Paris. Klugund verständig, zeigte er überall große Umsicht und bewährtenicht minder stets persönlichen Mnth. Insbesondere zeigte erdenselben am 7. September bei Arbcsau und bei dein Vorrückender großen Armee gegen Dresden und Leipzig '). Nach derSchlacht bei Leipzig wurde er zum Obcrstlicutcnant befördertund wurde darauf Generaladjutant beim Commandirenden dergroßen Armee, dem Fürsten Schwarzenberg. In dieser Stellungwird er zum öftern genannt. Er war Begleiter des Fürstenund anwesend bei manchen bedeutungsvollen Besprechungen undwurde mehrfach zu wichtigen Sendungen gebraucht. So war er25. Februar 1814 der Uebcrbringer eines Schreibens, welchesder Fürst Schwarzenberg an den Marschall Berthier wegeneines Waffenstillstandes richtete. In Paris wohnte er mehrfachden Sitzungen bei, welche über das Schicksal Frankreichs unddie Rückkehr der Bourbonen entschieden ^). Als die KaiserinMarie Louise nach Oesterreich heimkehrte, begleitete sie FürstWenzel bis nach Rambouillet, von wo sie von ihrem Vaterabgeholt wurde 3).

Während dieses Feldzugcs von 1814 war Fürst Wenzelzum Obersten ernannt worden und verließ dann, heimgekehrt,den Dienst als Generalmajor. Diese letzten Feldzüge hatten ihm

st Relation der Schlachten bei Leipzig. Wien 1813. 34.

2) Schlosser, Geschichte des 18. Jahrhunderts VIII. 558, 559.

-) A. a. O. 578.