cr die Stadt und die Besatzung, welche kricgsgcfangcn wurde.Um 2 Uhr Nachmittags zogen die Ocsterrcichcr ein ').
Die Einnahme von Ncgcnslmrg ermöglichte dem Erz-herzog Karl nach der Schlacht von Eckmühl (am 22. April)den Uebergnng mit seiner Armee auf daö linke Ufer der Donau.In dieser Schlacht hatte der Erzherzog geglaubt, nach den vor-ausgegangenen Gerechten, cö nur mit dem Corps des MarschallsDavoust zu thun zu haben, allein Napoleon war rasch mitganzer Macht von Lnndshut herbeigeeilt. So siel die Schlachtzum Nnchthcil der Ocsterrcichcr auS. Zu den vier Corps, welchean derselben thcilgenommen, hatte auch das Ncscrvccorps desFürsten Johann gehört. Ihm gelang es bei Einbruch derNacht, als der Erzherzog die Schlacht abgebrochen und die Corpszurückbeordert hatte, mit seiner Reiterei noch einmal den ver-folgenden Feinden Halt zu gebieten. Zwischen Ober-Traublingund Köfcring stieß cr auf die nachfolgende französische Reitereiund warf sie über den Pfatterbach zurück 2). Ebenso deckte ermit seiner Cavnllerie am 23. den Ucbcrgang über die Donau,indem er die Reiter zur standhaftesten Ausdauer zu begeisternwußte. Mehrmals warf cr sich an der Spitze einiger ZügeKürassiere auf die Feinde, einmal ohne Hut lind auf einem gemeinenCavalleriepfcrde, einen Säbel schwingend, den er einem Kürassiereiligst entrissen hatte, da der seine von dem vielen Regenwetternicht sogleich aus der Scheide zu bringen war. Es war eindreistündiger Reitcrkampf, mit welchem der Fürst den Feind solange aufhielt, bis der Ucbcrgang bewerkstelligt war. Darnachzog cr mit den Seinen durch Rcgensburg ebenfalls auf daslinke Donauufer. Dann erst gelang es dem französischen Kaiser,auch Ncgcnslmrg wieder zu nehmen.
Während der Erzherzog Karl mit der Hauptarmee seinenRückzug durch Böhmen nach Nicdcröstcrrcich nahm, drang
>) Ridler, n. a. O. 64.2) Kaaslcr, a. a. O. 9VV.