so weit in der Nähe, »III das Feuer schüren zu können. Beidieser Unterredung wurden die Grundlagen des Waffenstillstandesfestgestellt und derselbe darnach am 6. Dccenibcr vom FürstenJohann und dem Marschall Bcrthicr unterzeichnet. Er bestimmteden Abzug der Nüssen und die DeinarcationSlinic der öster-reichischen und der französischen Armee. Dem Waffenstillständefolgten die Friedensverhandlungen, mit denen gleicherweise derFürst Johann in Verbindung mit dem General Grafen Gyulaybetraut wurde. Französischcrscits wurden die Verhandlungenvom Fürsten Tnllcyrand geführt. Eröffnet wurden sie in Nikols-burg, und als sie hier zu keinem Resultate führten, in Brünnund dann in Prcßburg fortgesetzt, wo auch der Erzherzog Karl,der mit seiner Armee in Ungarn stand, daran thcilnahni. Am26. Dcccmber waren die Verhandlungen beendet und der „Prcß-burgcr Friede" wurde abgeschlossen. Die Ratification vonSeiten des Kaisers Franz geschah am 31. Dcccmber, wonachdieselbe sofort vom Fürsten nach Wien gebracht wurde. Am1. Januar 1806 fand die Auswechslung statt >). DaS neueJahr brachte somit der österreichischen Monarchie den Frieden,freilich, wie es nicht anders sein konnte, einen Frieden voll großerOpfer. Dennoch wurde der Fürst überall, wo er in Wien er-schien, als Fricdcbringcr mit größtem Jubel aufgenommenund von den Volksmasscn freudig begleitet ^). Der Kaiser ver-lieh ihm am 12. Februar daö goldene Vließ mit schmcichci-haftestcr Anerkennung seiner mit Selbstverleugnung und Auf-opferung in den Unglüekstagen erwiesenen Dienste. Den Ordenbegleitete das folgende Handbillct vom 12. Februar 1806 :
„Lieber Fcldniarschall-Lieutcnant Fürst Liechtenstein!
Durch die Aufopferung, mit welcher Sic sich in der un-glücklichsten Periode ohne Rücksicht auf Ihre schwankende Gcsund-
st Boß, Die Zeiten V. 140, 148 ff.h Hirtenfcld, ci. a. O. 574.