Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
311
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Führer und es wird, in beiden Flanken angegriffen, zum Rück-zugc genöthigt. Begünstigt und begleitet van einem mörderischenGcschützfcucr, gehen die Feinde gegen die Höhen von Blasawitzund Pratzen vor, beschießen des Fürsten Reiterei in der Flanke,während eine Division unter Drouct bereits seinen Rücken be-droht. Unter diesen Umständen sieht sich der Fürst zum Rück-züge genöthigt, den er in Staffeln gegen Krzcnowitz antritt >).

Dies war die Thcilnnhmc des Fürsten an der berühmtenDrcikniscrschlncht^). Wie immer hatte er auch diesmal im größtenKugelregen gestanden und drei Pferde waren ihm unter demLeibe erschossen. Aber die Aufgabe des Fürsten war noch nichtzu Ende. Während die Russen in vollster Unordnung abzogen,suchte Kaiser Franz für sich einen Waffenstillstand. Am Tagenach der Schlacht sendete er den Fürsten Johann in das Haupt-guartier des französischen Kaisers. Beide hatten eine langeUnterredung miteinander, in welcher der Fürst, dessen ThatenNapoleon nicht unbekannt sein konnten, die Achtung und dasVertrauen des französischen Kaisers in dem Grade gewann, daßer ihn in seinem Bulletin als denjenigen empfiehlt, welchenKaiser Franz vor allen andern an die Spitze seiner Angelegen-heiten hätte stellen sollen^). Die Folge der Unterredung wareine Zusammenkunft des französischen Kaisers und des KaisersFranz, bei welcher allein der Fürst Johann zugegen war. Sictrafen sich am 4. Dcccmbcr Nachmittags zwischen den DörfernZaroschitz und Uhrschitz bei einer abgebrannten, am Fuße zweierBerge an einem kleinen Teiche gelegenen Mühle. Die Mühlehatte kein Dach mehr, und so saßen sie unter freiem Himmelam Feuer; die Generale waren in der Entfernung eines starkenBüchsenschusses, nur die zwei Söhne des Müllers hielten sich

st Kanslcr, a. ci. O. 247.

2) Bergt, den officiellen russischen Schlachtbericht in Boß, Die ZeitenVI. 236 ff.; desgl. V. 116 ff.

2) Schlosser, 1s. Jahrhundert VI. 608.

st Schriften der mähr.-schlesischen Gesellschaft a. a. O. 139.