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3 (1882)
Entstehung
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1800 >):Der Fürst Johann Liechtenstein ist hcntc Abend vonseinem Gute angekommen. Obwohl seine Gesundheit nichts wenigerals befestigt sei, so sagt er doch, daß, nachdem er gehört, daßSc. Majestät sich selber an die Spitze des HccrcS stellen wolle,ihm dennoch der Wunsch, unter den Augen Sr. Majestät zufechten und das Seine von Kräften, was ihm gelassen sei, zurVcrthcidigung der Erbstantcn zu opfern, zur Pflicht mache, ineiner solchen Krise seine Dienste Sr, Majestät anzubieten; erbitte nur, bei der Armee in Deutschland unter den AugenSr. Majestät verwendet zu werden. Wenn Sc. Majestät seinenEntschluß billige, so werde er noch morgen im Laufe des Tagcöoder spätestens gegen Abend abgehen, um noch vor Beginn derFeindseligkeit und vor Ablauf des Waffenstillstandes bei der Armeezu sein. Da der Fürst Johann von der Armee geliebt undtapfer von Person ist, so meine ich, daß seine Ankunft im GefolgeSr. Majestät nur eine sehr gute Wirkung bei der Armee machenkann, wo man nicht genug die Motive zur Ermuthigung ver-vielfachen kann. . .

Der Fürst ging zur Armee ab und übernahm den Befehleines Corps schwerer Reiter in der großen Armee, welche vomErzherzog Johann in Bayern befehligt wurde. Mit diesem Corpsnahm er an der Schlacht bei Hohenlinden (3. Dcccmbcr 1800)thcil. Damit war er freilich nicht in der Lage, den unglück-lichen Ausgang dieser Schlacht abzuwenden, obwohl er gleich imAnfang die französische Cavallerie, welche ihn angriff, über denHaufen warf 2). Aber er deckte dafür mit seinen Reitern denRückzug der geschlagenen Armee, hemmte die Verfolgung undverhütete dadurch ein ferneres großes Unglück. Der Kaiser selbstäußerte sich darüber gegen den Feldmarschall Lach in folgenderWeise:Ich bin dem Fürsten von Liechtenstein recht vielen Dank

') Vivenot, Vertrauliche Briefe des Freiherrn von Thugut II. 268.Der Brief ist französisch.

y Geschichte der Kriege in Europa VI. 20t, 207, 209.