dic Franzosen bei Mondovi, Darnach erhielt er den Oberbefehlüber das Vclagcrungscorpö der Festung Com, auf deren Ein-nahme der Obcrgcncrnl Mclas den allergrößten Werth legte.Das Bclagcrungscorps bestand ans l l Bataillonen und 10 Es-cndroncn. In der Nacht zum 27. November wurde dic Trnnchoceröffnet, am 29. wurde ein Ausfall der Belagerten zurück-gewiesen, am 2. Dcccmbcr die Stadt aus 78 Geschützen beschossen,nach vier Stunden waren alle Vorwerke verlassen und am nächstenTage capitulirtc sie. Dic Besatzung, 3000 Mann stark, wurdekricgsgcfangcn; viel Material an Geschütz und Vorräthcn fiel indic Hände des Fürsten, der mit seiner gewohnten Energie denschnellsten Erfolg herbeigeführt hatte. Dic Einnahme diesesüberaus wichtigen Platzes vollendete dic Eroberung Picmontsund krönte den ganzen rühmlichen Fcldzug >).
Nach diesen Erfolgen wurde Fürst Johann Inhaber des9. Dragoncrrcgimcnts. Aber nunmehr auch der Ruhe und Er-holung dringend bedürftig, kehrte er nach der Einnahme Conisnach Wien zurück. Seine Gesundheit war so angegriffen, daßer erst im Herbst des folgenden Jahres wieder zur Armee kam,und auch dann geschah es nur ans Patriotismus, da er sichkeineswegs wiederhergestellt fühlte.
Der Erzherzog Karl hatte am 18. März 1800 den Ober-befehl der Armee in Deutschland niedergelegt, und der Feldzeug-mcistcr Kray war an seine Stelle getreten. Ihm gegenüber standMorcau. Der Fcldzug, wie bekannt, ging schlecht für Oesterreich,bis ihm am 15. Juli ein Waffenstillstand einstweilen ein Endemachte. Doch im September begannen dic Feindseligkeiten vonNeuem. Oesterreich hatte alles aufgeboten, eine neue starke Armeeaufzustellen, und Kaiser Franz wollte sich selbst zu derselben be-geben. Unter diesen Umständen war aufs Neue der Ruf an denFürsten Johann ergangen. Wie er ihn beantwortete, zeigt einBrief des Ministers Thugut, an Collorcdo vom 5. September
st Europäische Annalen IV. 230.