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3 (1882)
Entstehung
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Gebote, und er verfehlte nicht, sie im Dienste des Vaterlandes zuverwenden.

Versuche mit leichteren Feldkanonen hatte er schon vor demitalienischen Fcldzugc gemacht, und diese Kanonen hatten sich indem Kriege völlig bewährt. Indem er diese Versuche fortführte,war er dadurch zugleich in den Stand gesetzt, die Zahl derFeldgeschütze beträchtlich zu vcrmchreu. Er berief die besten Gcnie-und Artillerieoffiziere, von wo er sie erhalten konnte, so Gribcanval,einen Franzosen, Guasco, einen Italiener, den Dänen Alfson, de»Niederländer Rouvroh, den Brandenburger Schröder, Die bestenWerke über Artillerie- und Gcnicwcscn ließ er übersetzen oderneu auflegen und vertheilte sie unter sein Corps. Dieses übteer beständig im Feuer, und zwar auf seine Kosten, schaffte denGemeinen nach Verlangen Pulver und Kugeln, hielt Ucbungs-lagcr und verthciltc Prämien der Geschicklichkeit an Offiziere wieGemeine. So hielt er im Jahre 1766 ein großes Artillcriclngcrbei Thcin in Böhmen, bei welchem auch Kaiser Joseph mit demPrinzen Albert von Sachsen, Feldmarschall Lach, FeldzeugmeisterLaudon und andere Generale anwesend waren. Im Jahre 1756legte er die Stückbohrerei zu Ebergassing auf seiner eigenen Be-sitzung an, zu welcher ein Stück des Grundes dem k. k. General-Feld-Artillerie-Hauszeugamt übergeben wurde').

Die Anerkennung und der Erfolg blieben nicht aus. Dieösterreichische Artillerie bewährte sich bekanntlich im siebenjährigenKriege. Friedrich der Große konnte ihr die Anerkennung nichtversagen. Nach der Niederlage von Kolin schrieb er einemFreunde: „Die österreichische Artillerie ist vortrefflich, sie machtLiechtenstein alle Ehre." Später klagte er darüber, daß der FürstWenzel es gewesen, welcher zuerst die große Zahl der Kanonenbei der Armee eingeführt habe, ein Zcugniß, daß der Fürstin richtigem Verständniß nur der Zeit vorausgeeilt. Was er

st Liechtenst. Archiv 24. Vergl. Hormayr, Oesterr. Plutarch,II. 7S. Walberg, <ZsnkaIoxia.