Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
204
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Graf Schulenburg als sein Genernladjutant erbot. Aber seinBemühen war umsonst. Statt Neapel wurde Südfrankrcich dasZiel eines vergeblichen Feldzugcs.

b. Leiste Lclirnspcnodr; öriefc der Kaiserin Maria Theresia,des Kaisers Joseph n. Ä..

Nach Wien zurückgekehrt, widmete sich der Fürst Wenzelaufs Neue der Artillerie. Als General-Haus-, Feld- und Land-zengmcistcr und General-Artillcricdircctor führte er die obersteLeitung des Gcschützwcscns in der ganzen Monarchie. SeineBestrebungen waren aber ganz vorzugsweise auf Ausbildung undVerbesserung desselben gerichtet, wozu ihm das Dcccnnium desFriedens, das nun folgte, die erwünschte Muße bot. Er gabsich der Sache mit solchem Eifer, mit solchem Erfolge hin, daßer fortan als der eigentliche Schöpfer, als der „Vater der öster-reichischen Artillerie" betrachtet wurde und noch heute und diesenTag betrachtet wird. Wie er dabei vorgegangen ist, wie er dasResultat in besonderer Thätigkeit erreicht hat, davon weiß mehrdie Tradition zu erzählen, als daß es sich im Einzelnen urkund-lich oder actenmäßig feststellen ließe. Schriftstücke darüber scheinensich so gut wie gar nicht erhalten zu haben. Aber wie der Fürstgrade in dieser seiner Bestrebung geehrt und gefeiert worden,legt den vollgültigsten Beweis von der Größe seiner Verdiensteab. Und was er that, geschah vielleicht zum größten Theil,wenigstens großen Thcils auf seine eigenen Kosten. Er ließ denStaat die Artillerie nicht mehr kosten, als sie bis dahin gekostethatte. Was er an Versuchen und Neuerungen machte, was erthat zur Heranbildung und Belehrung und Uebung seiner Ar-tilleristen, das geschah auf seine eigenen Kosten. Da er imJahre 1748, alsbald nachdem er die Leitung des Artillerie-Wesens wieder übernommen hatte, der Chef seines Hauses ge-worden war, so standen ihm die großen Mittel desselben zu