treu geleistete und noch immer unermüdet fortleistende Diensteund erworbene statt- und vortreffliche rnsrita zu deroselbcn undIhres fürstlichen HauscS ewigen Nachruhm erkennet."
Darnach erfolgte die wirkliche und feierliche Einführungdes liechtensteinischen Gesandten am 15. Februar 1715. DieJntroduction geschah sonst durch den Reichs-Erbmarschall, denregierenden Grafen von Pappenheim. Da dieser aber durchKrankheit verhindert war, selbst nach Regensburg zu kommen,hatte er seinen Bruder als Stellvertreter gesendet. Als sich dasCollegium der Gesandten an dem bestimmten Tage versammelthatte, proponirte der österreichische die sofortige Einführung desfürstlich liechtensteinischen Gesandten, welchem allseitig zugestimmtwurde. Sofort verfügte sich der Graf von Pnppcnhcim in dasGemach, wo der neue Gesandte wartete, und führte ihn anseinen vorher von ihm bestimmten Platz, an den letzten Ortunter den Fürsten, nächst vor den Grafen, welchen Sitz der Ge-sandte occupirtc. Im Namen des ganzen Collcgiums begrüßteund beglückwünschte ihn sodann der österreichische Gesandte, woraufjener in längerer Rede erwiderte, dankend im Namen seinesHerrn für die günstige Erledigung der Angelegenheit von Seitendes Collcgiums, jedoch nicht, ohne darauf aufmerksam zu machen,daß der Fürstcntitcl desselben bereits hundert Jahre alt undälter als der einiger anderer Fürsten, daher ihm wohl ein andererPlatz hätte angewiesen werden sollen und zwar gemäß dein Zeit-punkt der Erlangung der fürstlichen Würde. Indessen wurdehieraus keine Frage erhoben. Nachdem von Seite des hessischenGesandten noch die Gelegenheit benützt war, gegen die Führungdes rittbergischen Titels von Seiten Liechtensteins zu protcstircn,und einiges Achnlichc vorgebracht worden, erhob sich derösterreichische Gesandte, dem liechtensteinischen persönlich zu gra-tulieren; die übrigen folgten, und damit war der feierliche Actvollendet H.
i) Pfeffingen-, a. a. O. 552.