Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
32
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Eine dauernde Erkrankung des gutwillig gesinnten Königsvan Portugal gnb den Gegnern im pvrtugicsischcn Ntinistcriumleichteres Spiel und verschlimmerte die Zustünde. Der jungeKönig 'suchte sich die Zeit zu vertreiben sv gut es ging undversammelte die anwesenden Spanier oftmals um seine Person,wahrend der Fürst Liechtenstein regelmäßige Confcrcnzcn überden bevorstehenden Fcldzug vcranlaßtc.

Man erkannte wohl, daß es das Beste sei, den Krieg nachBarcelona zu verpflanzen, aber bis die neue englisch-holländischeFlotte mit den Hülfstruppcn gekommen, blieb ein solches Unter-nehmen unausführbar. Alan kam daher von selbst ans dieim Interesse der Portugiesen liegende Ansicht zurück, den Kriegwiederum von Portugal ans nach Spanien hineinzutragen.Jndeß entgegen dem Willen der Portugiesen, die Festungen zubelagern, setzte der Fürst seinen Borschlag eines direkteren An-griffs gegen Spanien durch. Am 19. Februar 1705 konute erdem römischen Könige Joseph schreiben, daß nunmehr beschlossensei, eine so starke Armee als nur möglich in der Provinz Alcmtejozusammenzubringen, und daß die in der Bcira nltn stehendenTruppen in die Bcira bassa an den Tajo rücken sollten, umdie Hnuptarmcc sofort unterstützen zu können. Der Angriff solltedirect gegen Madrid gerichtet sein.

Obwohl es auch nach dem noch der Schwierigkeiten undSchwankungen genug gab, gingen die offensiven Bewegungenmit Anfang Mai wirklich vor sich. Die Armee, die unter denBefehlen Galwny's stand, zählte 24,000 bis 25,000 Mann.Mit dieser schritt derselbe zur Belagerung von Valencia inEstremndnra, während de laS Minas mit 10,000 Mann gegenSalvaticrra marschirte und der Almirantc ein Commando inAlgarve erhalten hatte. König Karl war nicht bei der Armee;mit allen Anstrengungen hatte der Fürst Liechtenstein bei demWiderstreben der portugiesischen Minister seine Equipirung nichtzu Stande bringen können. Er blieb in Belcm. Der Anfangder Operation war günstig genug. Am 2. Mai begann die