Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
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Georg von Hessen-Darmstndt, wohlbekannt in Aragon nndmit dem Lande in steter Verbindung, zum Conimnndanten derLandungstruppen bestimmt war. Aber einerseits der Mangel andiesen Landungstruppen, andererseits die Uneinigkeit der Häupterhatten die Flotte zurückgehalten, bis endlich der englische AdmiralNooke die Geduld verlor und, den Befehlen seiner Regierungfolgend, sofort gegen Nizza zu segeln erklärte, das von denFranzosen bedroht werde. Da entschloß man sich, die Fahrt derFlotte wenigstens zu einem Versuch auf Barcelona zu benutzen.Der Prinz von Hessen erklärte sich auch dazu bereit, schiffte sichmit einigen Officicren und Catnlancn ein, allein der Versuch,der in den letzten Tagen des Mai gemacht wurde, blieb ausMangel an Landungstruppen rcsultatlos.

Die Flotte setzte ihren Weg fort, aber die Bewegungender Gegner vcranlaßtcn sie nach der Meerenge von Gibraltarzurückzukehren. Von hier aus schlug der Prinz von Hessen aufsNeue den Angriff gegen Barcelona vor, zugleich mit der Ein-nahme des wichtigen Hafens Maon auf der Insel Majoren,und wurde hierin insbesondere van dem Fürsten Liechtenstein beiden Majestäten und im Kricgsrathc unterstützt. Allein der Kriegs-rath beschloß vielmehr einen Angriff auf Cadix, den aber dievereinigten englischen und holländischen Admirale ohne hinläng-liche Landungstruppen für unmöglich erklärten. Da diese nichtzur Hand waren, noch gesendet werden konnten, so unterbliebauch dieses Unternehmen. Um aber nicht den ganzen Sommerungenützt verstreichen zu lassen, beschlossen die Admirale, Gi-braltar anzugreifen, womit der Prinz von Hessen sich einver-standen erklärte. Und dieser Angriff glückte. Am l. August legtesich die Flotte vor die Festung, der Prinz übernahm den Ober-befehl der wenigen ausgeschifften Marinesoldatcn und am 4. AugustNachmittags bereits konnte er von der Stadt im Namen KönigsKarls III. von Spanien Besitz ergreifen.

Allein es dauerte nicht lange, so war er selbst in Gi-braltar belagert. Die Flotte war zurückgekehrt, um nicht in