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oberhalb Ciudnd Rodrigo. Hier überzeugte man, sich nun, unddas war das einzige Resultat des ganzen Fcldzugs, wie bitterman sich in der Erwartung getäuscht hatte, es würden dieSpanier alsobald ihrem rechtmäßigen Könige zufallen, sobald ernur den spanischen Boden betreten. Niemand rührte sich fürihn. Man sah ein, wenn es jetzt nicht geschah, wo man dieUcberzahl hatte, so würde es nie geschehen. Das verdarb diegeringe Lust, die man noch hatte. Dazu trat plötzliches Regen-wetter ein, die Lebensmittel waren thcucr, Fournge nicht vor-handen, und die portugiesische Reiterei, welche sie hätte herbei-schaffen sollen, befand sich im allcrschlcchtcstcn Zustande. Endlichsetzten die Führer ihren Hader fort; Galwah hatte den bestenWillen für König Karl mitgebracht, aber zu Fagcl stellte er sichgleicherweise wie sein Vorgänger. Unter solchen Umständen be-schloß man denn, umzukehren und die Armee in die Winter-quartiere zu führen. Der Feldzug war somit „fast eben zu derZeit geschlossen als angefangen worden". Die Majestäten, dieeben nur den Boden Spaniens gesehen, kehrten langsam nachLissabon zurück. Karl und die Seinen waren um eine großeHoffnung getäuscht worden, die auf die Spanier selbst; ein Jahrwar verlaufen ohne Resultat und fast ohne Aussicht auf einebessere Zukunft.
Mittlerweile war aber die Flotte nicht unthätig gewesenund hatte wenigstens einen wichtigen Erfolg zu verzeichnen, dieEinnahme von Gibraltar"). Die Flotte hatte ihre eigenen Zielezu verfolgen gehabt, und zwar im Süden Spaniens und vonder catalonischcn Seite her, für welche Angriffe der Prinz
si Die Ereignisse mit der Flotte werden hier nur in Kürze erzählt,da sie sich von der persönlichen Geschichte des Fürsten Anton Florian zuweit entfernen. Ich verweise aber ans meinen Aufsatz: „Fürst Anton Florianvon Liechtenstein in Spanien" in der Oestcrreichischen Revue, wo auch dieseBegebenheiten nach den Hinterlassenen Papieren des Fürsten, zumal nachseiner Correspondenz mit dem Prinzen von Hessen und dessen Journal, aus-führlich dargestellt sind.