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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Schicksale der Burg Drachenfels etc.

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Nachdem der Verfasser ausführlich des Vertrages vom 21. Oct.1508 (Regesten 159) gedacht hat, fährt er also fort:

Somit waren die Brüder Heinrich, Johann, Gotthard undWerner (v. Drachenfels) wieder Besitzer der Burg allein. Obgleichdurch diese zahlreichen Sprossen der Drachenfels'sche Stamm fest be-gründet schien, so sollte er doch bald verdorren. Johann und Gott-hard starben zuerst ohne männliche Erben und nur der letzte hinter-liess eine einzige Tochter Agnes, welche sich mit Dietrich vonMirlaer Herrn zu Mylendonk vermählte. Heinrich und Wer-ner weigerten sich, ihn als Theilhaber ihrer Güter anzuerkennen, allein1519 wurde entschieden, dass Dietrich, weil die Brüder von Drachen-fels alle Güter zu gleichen Theilen besessen hätten, ein Drittheil vonDrachenfels, Schloss, Land, Leute und Renten erhalten sollte; dochbehielt sich Heinrich, als der älteste, das Prädikat Burggraf alleinvor. Werner starb bald darauf, und so waren Heinrich und seinSchwager alleinige Besitzer. Es war am 3. May 1530, wo mitHeinrich, der unvermählt starb, das Geschlecht der Drachenfels er-losch. Dietrich war nun Besitzer der ganzen Herrschaft; er ver-einigte das Drachenfelser Wappen mit dem seinigen und nannte sichBurggraf. Seine Nachkommen blieben im Besitz. Da kam das Jahr1583 heran, so traurig für das Erzstift durch den unglückseligen Zwistdes Gebhard Truchsess von Waldburg und des neuerwählten Erzbi-schof Ernst von Baiern. Salentin Graf von Isenburg, einst selbstChurfürst, besetzte die Burg Drachenfels und das Städtchen Königs-winter für Ernst und befestigte letzteres wieder, nachdem es von demBefehlshaber Gebhards auf dessen Befehl verlassen und den Flammenübergeben war. Pfalzgraf Casimir, die Hauptstütze Gebhards, belagerteim Septbr. 1583 beides; dreimal wurde Casimir von Salentin vor Kö-nigswinter zurückgeschlagen, und nicht günstiger war das Glück seinemHeere vor Drachenfels, welches Funck tapfer vertlieidigte, so dass derPfalzgraf unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. ErzbischofErnst, der die Wichtigkeit der Burg Drachenfels wohl einsah, hielt sielange besetzt, und gab sie erst nach vielen Bittschriften der Familievon Mylendonk, wie es scheint erst 1590, zurück. Als diese mit Jo-hann II., dem Sohne Johann I., Enkel oder Urenkel des obigen Dietrich,1615 erlosch, wurde Johann Jacob von Batenburg, Graf von Anholt,am 26. März damit belehnt. Seine Mutter Gertrud war die SchwesterJohanns II.; er starb als Feldmarschall der katholischen Ligue am