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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
Entstehung
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Der Drachenfels im Haardt-Gebirge.

Höhe von 1767 Fuss, gehört zum Dürckheimer Forst und liegt zwi-schen den Städten Diirckheim und Kaiserslautern.

Dass den Gipfel dieses Drachenfels auch einst eine Burg gekrönthaben müsse, das ist zwar bis jetzt noch nirgends behauptet worden,kann jedoch einem Zweifel nicht unterliegen, wenn die nachfolgenden Er-mittelungen erwogen werden, die in erster Linie ein ritterliches Ge-schlecht lins vorführen, welches nur von einer solchen Burg den Namenentlehnt haben kann.

In unmittelbarster Nähe von dem Drachenfels auf der Haardtliegt die Burg Neidenfels, und dieser gegenüber die Burg Lichtenstein.Auf der letzteren hausete gegen die Mitte des 13. Jahrhunderts einRitter Conrad von Lichtenstein, der in erster Ehe mit einer Tochterdes Rheingrafen, in zweiter jedoch mit Agnes von Drachenfels,vermählt war. Wir erfahren dies zunächst aus Urkunden des Jahres1242, wonach der Ritter Conrad von Lichtenstein und seine GemahnAgnes, wie nicht minder der Schwager (sororius) Conrads, W althervon Drachenfels, ihre Einwilligung geben zu dem Verkaufe desSeidelhofes in Alsenz an das Kloster Otterberg zwischen Kaiserslauternund Winweiler (Wiirdtwein monasticon Palatinum I. 224. 285. 286);demnächst aus einer Urkunde vom 28. Juli 1257. (Mone Zeitschriftfür die Geschichte des Oberrheins VII. 91.) Der topographische Zu-sammenhang der hier aufgeführten Namen deutet unabweisbar auf denDrachenfels im Haardt-Gebirge.

Ferner ist beweisend für die einstige Existenz einer Burg aufdem Drachenfels, dass ein Mitglied aus dem Geschlechte der Edelherrenvon Boland sich von Drachenfels, welches nur auf die Gegend an derHaardt bezogen werden kann, geschrieben bat. Zur Zeit des grossenInterregnum nämlich schrieb König Wilhelm von Holland zur Be-sprechung eines allgemeinen Landfriedens einen Reichstag nach Wormsaus. In der hierüber zu Worms den 14. Oct. 1255 abgefassten Ur-kunde werden als zu diesem Friedenswerke berufen nachstehende Dy-nasten namhaft gemacht: Ulricus de Mintzinberch (Burg Minzenbergin der Wetterau), Gerlacus de Limpurch (Limburg a. d. Lahn), Phi-lippus de Trachenfels (also doch jedenfalls der Name einer Burg,die aber weder der Drachenfels im Siebengebirge, noch der Drachen-fels in den Vogesen sein kann) und Philippus de Valchenstein (dieBurg Falkenstein am Donnersberge). (Pertz mon. German. IV. 374.)Bei Schwaab (Städtebund II. 28) steht für Philippus von Drachen-