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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Dei - Draehenfels im Sieben-Gebirge in Sang und Sage.

wie tönt uns da so frisch und fröhlich, so sehnsuchtsvoll und singbardie Strophe entgegen:

"Der Godesberg, der Drachenfels,

Gehüllt in zarten Nebelschmelz

Mir ist, als wenn bekränzt mit Wein,

Sie stimmten an: am Rhein, am Rhein!'

Doch wer vermag die Lieder alle zu nennen, die des herrlichenDrachenfels gedenken, dessen Burg von späteren Chronisten als eineder vier Säulen, und zwar als die erste des Erzstifts Cöln (una ex qua-tuor collimnis archiepiscopatus) bezeichnet worden ist.

Schon weit zurück in das 6. Jahrhundert greift die Sage, welchein der DichtungBertha vom Drachenfels" von Montanus (die Vor-zeit der Länder Cleve, Mark etc. I. 13) besungen, auch anderweitigbearbeitet worden ist von Aloys Schreiber, Gustav Schwab,Carl Simrock; wie von Dr. Metzler in:Die Sage vom Drachen-fels" (Rheinische Provinzialblätter von 1838 No. 20.).

Auch die spätere Zeit bietet immer noch Stoff genug zu roman-tischen Dichtungen; so derRitter Clas vom Drachenfels vom Jahre1493" (Montanus I. 474480) mit Erläuterungen, die jedoch aufgeschichtlichen Werth Anspruch nicht zu machen haben.

Von einem Ritter von Drachenfels wird folgende Anekdote ineiner alten Handschrift aufbewahrt:Da auf eine Zeit des LandesRitterschaft beisammen war, und ein Jeder wegen Kostbarkeit derEdelsteine in ihren Ringen um die Wette stritt, zog der vom Drachen-fels auch seinen Ring hervor, in welchem er ein Stückchen von denHausteinen seines Berges köstlich hatte einfassen lassen, und pries den-selben, als etwas Kostbares den Versammelten von Adel an. Als nunalle von Herzen lachten, und den rohen, nichts werthen Stein aus-höhnten, sagte der Eigenthümer: Obwohl dieser Stein kein Ansehenhat, so schätze ich denselben doch mehr, als alle eure Edelsteine zu-sammen, welche euch keinen Nutzen einbringen; dieser aber, auf denStein zeigend, bringt mir nur allein von den kölnischen Domherren zuder Erbauung ihrer Kirche jährlich viele hundert Gulden ein" (v. Me-ring Gesch. d. Burgen etc. I. 31.).

In welche Verbindung mit dem Teufel der im 13. Jahrhundertlebende Mönch Caesarius der benachbarten Abtei Heisterbach dieBurgen Drachenfels und Wolkcnburg bringt, das werden wir unten beiden Regesten (No. 46) kennen lernen.