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1 (1865) Zwölftes bis funfzehntes Jahrhundert
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sessenamt Anderen übertrug. Es waren dies die Ritter Sloteke Iund Busse Gruwelhut.

Wenn auch eine Aussöhnung schon durch den Frieden zu Broders-dors am 10. Juni 1315 erfolgte, so übernahm doch Droisckc, so langeJohann lebte, das Truchsesscnamt nicht wieder, sei es, daß derMarkgraf des Zerwürfnisses noch eingedenk blieb, sei es aus anderenGründen. Aber wenige Tage nach Johanns Tode, am 14. April1317, ist Droiscke Truchseß des Markgrafen Waldemar,- ererscheint sodann als solcher in diesem Jahre am 10. Mai, 6. Juli,7. Juli und 20. August/ im Jahre 1318 am 12. Februar, 20. März,2. April, 23. Juni/ im Fahre 1319 am 1. Januar, 24. Januar,20. Januar, 9. Februar, 20. Februar, 20. März, 2. April, 13. April,19. April, 4. Mai, 14. Mai, 25. Mai, 27. Mai, 17. Juli, 21. Juli,0. August, 12. August und 14. August.

Es ergiebt sich hieraus, daß Droiseke iu den letzten Regierungs-jahren des Markgrafen Waldemar das Drostenamt ununterbrochenbekleidet hat, obwohl er in zahlreichen Urkunden aus dieser Zeit ohneden fraglichen Titel erwähnt wird. Neben ihm erscheinen in derersten Zeit der Ritter Slotcke, vom 2. April 1318 an der RitterJohann oder Henning von Blankcnburg als Truchscsse^).

Wenn dagegen angegeben wird°), daß Droiseke auch das Schenken-amt am Hofe des Markgrafen Waldemar bekleidet habe, so beruht

9 Dieser Ritter Sloteke war aus dem Geschlecht v. Görne und hatte zweiBrüder Richard und Zabel (U. B. I, ISO, Niedel, Cod. I, 11, 21 u. 23). Außer-dem kommt um diese Zeit noch vor ein Llotkinus äs LvartenAolt, Vogt zuArenburg (U. B. I, S1), desgleichen in vielen Urkunden ein Protonotar oder Kanz-ler Sloteke, welcher den Vornamen Bartold hatte (Riedel, Cod. I, 13, 54). Inspäterer Zeit findet sich Sloteke, Slote öfter als Vorname bei den v. Schwarz-holz und v. Osterholz (vergl. Th. II, 8).

9 Auch nach Waldemars Tode ist, wie wir später sehen werden, bei den auf dieVerpfändung der Prignitz bezüglichen Verhandlungen von »den Drosten« die Rede,worunter hier Droiseke und, wie es scheint, nicht Johann von Blankenburg, sondernder Marschall Nedekc von Bedern zu verstehen sind.

9 Klödeu, Gesch. des Markgr. Waldemar II, 3O5, Niedel, Mark BrandenburgII, 154 u. 155.

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