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1 (1865) Zwölftes bis funfzehntes Jahrhundert
Entstehung
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Das Kamecl ist das Münzbild des alten Arabiens und seinerKönige »der Herrscher'). Zufolge der Wilkina-Sage nahm Thict-lcif, der »Däne«/ der mythische Typus des deutschen Ritters/ nach-dem er den auf einem Kamecl reitenden Sigurd/ den »Griechen«/den Repräsentanten des Orients/ besiegt hatte/ das Kamcel in seinenSchild ans 2). Als Wappenbild kommt das Kamecl aber selten vor.Wir finden es bei den ausgcstorbcnen schlesischcn Familien v. Gar-dancr und v. Schmoltz/ bei den v. Schmoltz-Michorowski/ bei denöstreichischen Grafen v. Seeau, den v. Sccau und Fuchberg, denFreiherren Pögel v. Reyffensteiu und Arberg/ ferner bei den v. Aba-court^)/ endlich bei den Dezirat/ Baronen des französischen Kaiser-reichs ").

An einen Zusammenhang dieser Familien mit den v. Olvenstedtist nicht wohl zu denken. Dagegen ist ein solcher Zusammenhang/eine Stammcsgcmcinschaft der v. Olvenstedt mit dem Geschlechtvon Kröcher in hohem Grade wahrscheinlich °).

Wie die neueren geschichtlichen Forschungen ergeben haben/ istder Fall ein sehr häufiger/ daß Familien/ welche dasselbe Wappenführen/ gemeinsamen Ursprungs sind/ wenngleich sie verschiedene Na-men haben. Gleichheit des Wappens ist ein weit sicherer Beweisfür die Gemeinsamkeit der Abstammung/ als Gleichheit des Namensbei Verschiedenheit der Wappen. Zahlreiche Beispiele hierfür findensich aufgeführt in den Märkischen Forschungen III/ 96 n. 364, IV, 174n. folg. und in anderen genealogischen Schriften. Und sollte auch inden Schlußfolgerungen auf Gemeinsamkeit des Ursprungs ans derUebereinstimmung des Wappens hin und wieder zu weit gegangenwerden, so bleibt der Grundsatz nichts dcstowcnigcr ein zweifellos

9 Bernd, Hauptstücke der Wappeuwifsenschast I, 127 u. 254.

2) Lasset, VIVumlus in den Mark. Forsch. IX.

2) Siebmacher, Wappenbuch I, 72, II, 37 u. 53, III, 57, IV, 19, Sup.-B.I, 3/ v. Ledcbur, Adelslexikon II, 194.

Limoii, XririorinI geueral cks Vampire lranc/sis p. 21.

b) Dies nehmen auch an: Klöden, Nachr. zur Gesch. des Geschlechts v. KröcherS. 13 und v. Lebebur in Wohlbrück, Gesch. der Altmark S. 311. Anmerk.