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1 (1889) Mich. 1419 - Mich. 1499
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die Magisterwürde erlangende Hinricus Parchim identisch ist mit dem in denJahren 14451464 vierzehnmal das Dekanat und fünfmal die Rektor würde beklei-denden M.Heinrich von dem Werder, beweist die Immatrikulation 7,14: Hinricusde Werdere de Parchim. Für den 34. und 35. Rektor, Helmoldus de Yltzen,artium et medicine doctor", der noch lange in Yerbindung mit der Universitätbleibt, finden wir 13, 32 Helmoldus Lidren de Yltzen. In keiner Weise war die Imma-trikulation des im Sommer-Semester 1463 recipirten Erfurter Magisters GeorgiusRued und des Dr. med. Thomas Weerth festzustellen. Des letzteren geschiehtin der Matrikel überhaupt keine Erwähnung, doch wird er im Jahre 1494 vonder Universität mit einem Eanonikat an der St. Jalcobi-Kirche beliehen, was aufein sehr nahes Verhältniss zur Hochschule scliliessen lässt. Abgesehen von diesenFällen, bei denen immer noch die Möglichkeit eines Uebersehens vorliegen kann,scheint die Matrikel zuverlässig und genau geführt zu sein, ja der 19. RektorJohannes Yos geht so weit, auch die Stunde der Eintragung zu verzeichnen.Spätere Nachträge kommen nur selten vor, doppelte Eintragung derselben Personim ganzen kaum öfter als 1012 mal, meist bei Gelegenheit der Nachzahlungfrüher gestundeter Gebühren.

Die Zahl der von Michaelis 1419 bis Michaelis 1499 geschehenen Imma-trikulationen beträgt 12 035. Im gleichen Zeitraum fanden 435 Magisterpromotionenstatt und 2532 erwarben den Grad einesbaccalarius artium". 61 auswärts promo-virte Magister, 42 Baccalarii wurden recipirt. Die Hauptmenge der Immatrikulirtenwird natürlich von Mecklenburg, Pommern, der Mark, den Landstrichen an derunteren Elbe, Lüneburg, Hamburg, Lübeck, Holstein und Schleswig gestellt, auchPreussen, Braunschweig, Magdeburg und Westphalen sind noch stark vertreten.Spärlicher ist der Zuzug aus dem sächsischen Kurkreise, Meissen und Thüringenund nur selten setzt ein Seh-lesier, Franke, Bayer, Schwabe oder Anwohner desMittel- und Oberrheins seinen Fuss hierher. Yon den Ausländern stehen der Zahlnach bei weitem oben an die Angehörigen der drei skandinavischen Reiche, welchefür die hier in Frage stehende Zeit die Zahl 1100 erreichen. Nach ihnen sindwohl die Niederländer, be sond ers aus der Diocese. Utrecht, am stärksten vertretenmit etwa 400 Namen, aber auch die Livländer entsenden weit über 200 Studierendenach Rostock.

In Absatz 4 der S. XIII mitgetlieilten statutarischen Bestimmungen über dieImmatrikulation werden die Eingeschriebenen in drei Klassen getheilt,qui causastudii Rozstok accesserint seu privilegiis universitatis gaudere aut pro membriseius reputari voluerint". Es ist dieser Satz fast wörtlich aus den Statuten derUniversität Erfurt herüber genommen, während aber dort die einzelnen Gliedernur durchet" aneinandergereiht sind, werden sie hier durch die disjunktivenPartikelnseu" undaut" scharf auseinander gehalten. Auch die Praxis ist hier,wenigstens im ersten Jahrhundert der Universität, strenger als an manchen anderenOrten. Thatsächlieh finden sich unter den in der Matrikel verzeichneten Namennur verschwindend wenige, die der Universität nicht als Lehrer, Lernende oder