Print 
1 (1889) Mich. 1419 - Mich. 1499
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

s>

g>e-frfr

<3

J

JppiffitylffilffiCQipqpsp

«.

-Hin höchst werthvolles, in jeder Hinsieht wichtiges historisches Dokument, besitztdie Universität Rostock in ihrer vj-luder- Sri i 'fi 111<> der TTncTia clmle ;in in nnu nter-hioßjiener.- Eolgfi .fortgeführten. Matrikel. Weit über die Grenzen des LandesMecklenburg hinaus erstreckt sich deren Bedeutung. War doch Rostock, nächst ,Piag, Köln, Heidelberg, Erfiu't .mid.Leipzig; dlO-älteste der deutschen Universitäten,vier. Jahrzehnte hindurch, die. einzige Hochschule.Niederdeutschlands un d des ga nzenskandinavische n Norde ns und blieb auch nach dem Erstehen der TochteruniversitättkwMd._XMä6) und der Begründung der Universitäten T Tpsaln. (1477 ) undK openhag en. (147.9) Löwen , allerdings schon 1426 gegründet, kommt als Kon-kurrentin Rostocks wohl kaum in Betracht, eine bevorzugte Bildungsstätte für

o O

die Söhne der nordischen Reiche, des Ordenslniules an der Ostküste des BaltischenMeeres, Ni&liasaßhscns, Wj^atphalens und der H ansestädt e an der Ost- und Westseebis zur Scheldemündung hin. Als dann später nach Luthers und MelanchthonsTode Wittenberg aufhörte, unbestritten die erste und vornehmste Pflanzstätte fürdie Lehrer und Prediger der reinen evangelischen Lehre zu sein, da war es Rostock,wohin sich Tausende wendeten, um zu den Füssen des ehrwürdigen Da vid Ohytra.en ssich zu Dienern des göttlichen Wortes auszubilden, und zu der älteren TochterGreifswald erblühte der Universität lälfi eine zweite nicht weniger ruhmvolle inHelmstädt. Wiederum, als der Schlachtenlärm des_ grossen Religionskrieges dieMusen verstummen machte und fast allerorts die Hörsäle auf kürzere oder längereZeit verödeten, war es das feste Bollwerk am Ostseestrande, welches inmitten einesschwer heimgesuchten Landes eine verhältnissmässig nugestö-rte Ruhe genoss.Darum konnte es den Wissenschaften einen so sicheren -Zufluchtsort bieten, wiekaum eine andere unter den deutschen Hochschulen und erfreute sich gerade inden Jahren der grösstenNoth und Yerwirrung eines so zahlreichen Besuches, dassbeispielshalber in den beiden Jahren 1638 und 1634 925 Studierende neu aufgenommenwurden. Wenngleich die Universität eine solche Bliithe nicht dauernd zu behauptennoch in der Folgezeit wieder zu erreichen vermochte, so bewahrte sie sich dochstets einen ehrenvollen Platz unter den immer zahlreicher erstehenden Schwestern.