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4 (1904) Mich. 1694 - Mich. 1789, Anhang: Die Matrikel der Universität Bützow Mich. 1760 - Ost. 1789
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am Schluß ihres ersten Semesters, Ostern 1761, 95 Immatrikulierte, darunter 56schon in Rostock eingeschriebene; wie viele in Rostock zurückgeblieben waren, istnicht festzustellen, da offizielle Präsenzlisten nicht geführt zu werden pflegten,doch verzeichnet die Rostocker Matrikel vom 18. Febr. 18. April 1761 noch 12(nicht 9, wie Hölscher sagt) Immatrikulationen und mehrere Jahre lang erscheinenin der Bützower Matrikel noch Rostocker Studenten, die (meistens der Examinawegen) von Rostock nach Bützow gingen und als noch vor 1761 in Rostockimmatrikuliert von der Immatrikulationsgebühr befreit waren, so z. B. loh. Ialt.Engel aus Parchim, derPhilosoph für die Welt", der im April 1757 in Rostockimmatrikuliert war und erst im Mai 1762 nach Bützow übersiedelte. Im ganzenhat Bützow von Okt. 1760 Apr. 1789 779 Immatrikulationen, Rostock 434,was unter den obwaltenden Umständen noch gar kein so ungünstiges Yerhältnißdarstellt.

Die Grundsätze für die Herausgabe sind dieselben geblieben möglichstvollständige und getreue Wiedergabe der alten Vorlagen. Das altehrwürdige Buchder Philosophischen Fakultät (Bd. I, p. XI, XII) geht mit dem Sommer-Semester1702 zu Ende; au seine Stelle tritt ein stattlicher Folio-Band in violettem Samtmit (jetzt defekten) Silberschließen, der 37. Blätter vorzüglichen Pergaments und108. Blätter kräftigen, aber teilweise etwas angestockten Papiers enthält. DasBuch ist gestiftet von dem 1698 verstorbenen Danziger Professor und Stadt-bibliothekar Dr. Johannes Go111 ieb Möller, jedoch erst im .1 ahre 1702nach Rostock gelaugt und dann sofort am 26. Okt. seiner Bestimmung zugeführt.Es ist in vier Abteilungen geteilt, von denen die erste für ein Verzeichnis derseit 1700 in der Fakultät wirkenden Professoren, die zweite für die derzeit gültigenund weiter zu beschließenden Fakultäts- Statuten, die dritte für die Promotionen,und die vierte für die Liste der als Dozenten in die Fakultät zugelassenen Magisterbestimmt ist; später ist noch eine fünfte Abteilung eingerichtet worden, die eineziemlich vollständige Reihe der Professoren der Fakultät seit der Reformation mitAngabe ihrer Lehrfächer enthält. Das Titelblatt ist sehr weitschweifig abgefaßt,aber hervorragend kalligraphisch schön ausgeführt.

Neben diesem Buche läuft der liber viridis (vgl. Bd. III, S. III/IV) noch biszum 9. Okt. 1735, womit die ausführlicheren Semesterberichte aufhören, fort.Siebzehn Jahre darauf, 1752, versiegen auch die entsprechenden Aufzeichnungender Medizinischen Fakultät, doch tritt für diese Ausfälle ein gewisser Ersatz eindurch die Notabilia, Memorabilia oder Notatu digna, welche die meisten Rektorenain Schlüsse ihres Amtssemesters in die Matrikel eintragen, und wo auch dieseversagten, mußten die noch erhaltenen Disputationen in Berücksichtigung gezogenwerden. Nur das Buch der Theologischen Fakultät geht, wenn auch nichtlückenlos, bis zum Jahre 1791 durch.