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8 (1890) Ergänzungen und Berichtigungen zu Bd. 1 - 7 : 1085 - 1417
Entstehung
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nachdem inzwischen das Haus der Burggrafen von Nürnberg die Kaiserkroneerlangt hatte, für welche es zum ersten Male bereits im Jahre 1399 1 ) aus-ersehen war, konnte Graf Stillfried an die Einlösung jenes Versprechensherantreten.

Am Anfang des Jahres 1880 beantragte er bei Seiner Majestät demHochseligen Kaiser und Könige Wilhelm I. die Herausgabe eines Ergänzungs-bandes und erhielt die Allerhöchste Genehmigung sogleich mittelst Aller-höchster Cabinets-Ordre vom 21. Januar 1880. Graf Stillfried hatte in seinerEingabe geglaubt, einen Band von 2025 Bogen als Umfang für die vonihm und dem inzwischen am 17. Mai 1874 verstorbenen Geheimen Archiv-rathe Dr. Mcercker gesammelten Nachträge bezeichnen zu müssen: Als erselbst im Jahre 1882 starb, würden dieselben drei starke Bände umfassthaben. Eine im Juli 1880 erlassene Aufforderung an alle Mitarbeiter inner-halb und ausserhalb der Archive in- und ausserhalb Deutschlands hatte denunerwarteten Erfolg gehabt, dass von nah und fern ungefähr 2000 Urkunden- -Abschriften und Begesten eingegangen waren, welche vor der Veröffentlichungallerdings noch einer sorgfältigen Durchsicht bedurften.

Da Seine Majestät der Hochselige Kaiser und König Wilhelm I. dieGeldmittel für Herausgabe des Ergänzungsbandes aus der Königlichen Kron-kasse bewilligt hatte, so verfügte nunmehr das Ministerium des KöniglichenHauses über die weitere Ausführung jenes Allerhöchsten Befehles undübertrug mittelst Verfügung vom 7. December 1882 dem unterzeichnetenKöniglichen Hausarchivar und Archivrathe Dr. Grossmann an Stelle desGrafen Stillfried die Leitung und Einrichtung, sowie dem gleichfalls unter-zeichneten Königlichen Gymnasial - Director Dr. Scheins, welcher schon seitdem Jahre 1879 den Grafen Stillfried bei der Sammlung der Nachträgeunterstützt hatte, che Fertigstellung des Materials zum Druck, die Correcturenund das Register; gleichzeitig wurde bestimmt, dass die Nachträge nur einenBand umfassen sollten.

Die Beschränkung des bereits gesammelten Materials auf den drittenTheil seines Umfanges machte glücklicherweise nicht die Schwierigkeiten,welche anfangs zu vermuthen waren, weil unter dem von allen Seiten reichlicheingesandten Material doch manches schon bekannte Stück zu finden war.Es befand sich darunter z. B. keine geringe Zahl solcher Urkunden, welcheim Hauptwerke entweder selbst oder in Form der entsprechenden Gegen-urkunde bereits gedruckt oder doch regestirt worden waren; dergleichen

') Siehe No. 435 dieses Baiides.

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