Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
104
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II. Lchngtttcr von Kurmainz.

Wiesen und bestimmt neben dem im ganzen Gerichte Haustein ge-brauchlichen 10. Pfennig die sonstigen Abgaben (Urkb. ä07).

Die Wüstung Hottenrodc in dem Felde zwischen Hohemgandern und Bcsenhauscn ist ein altes Dorf gewesen, und war im13. Jahrhundert im Besitz des St. Pctersstiftö zu Nörtcn. Alsim Jahr 1313 der Propst Lupold eine Austauschung mehrererhansteinischer Lehen, die in der Nähe von Nörten lagen, gegenNörtcnsche Dörfer in der Nähe des Hansteins unter Bcistimmungdes Erzbischofs Peter ermittelte, so wird auch Hottenrodc mitBirkcnfcld, Dalwende und Schclmcnrodc als Mainzisches Lehen,den Brüdern Heinrich und Lupold von Hanstein überlassen. Dochscheint es schon damals wüste gewesen zu seyn, denn wenn die ^Einkünfte dieser Dörfer angeführt werden, so geschieht dieses mitdem Zusatz, wenn sie nicht wüste wären, ssi clisolutu non essent).Das Dorf ist nicht wieder erbaut, die Länderei scheint nach Hohen-gandcrn gezogen zu seyn. Die noch stehende Kirche oder Kapcl/e,ist erst im 18. Jahrhundert an die Stelle der alten erbaut. CmFricdhof umgiebt sie; sie steht auf hannovcrschcn Territorium, ge-hört nach Niederländern und dient nur noch zu den Leichenprcdigtcn.Ueber die kirchlichen Verhältnisse, wobei nach der Lehnspecificationdie von Bodenhausen mit intcressirt sind, wird in dem betreffendenAbschnitt das Nöthige vorkommen.

Das Gut in Hohcngandern ist ein Bcsitzthum der von Han-stein zu Oberstem. An dem daselbst befindlichen Hause, welches vonFriedrich von Hanstein und seiner Gattin Marie Elisabethvon Hagen erbaut ist, befinden sich die beiden Wappen derselben,mit den Buchstaben ?. v. II. und U. U. v. II. und darüber dieJahrszahl 1621. Dicht über der Hausthürc steht 1619.

Das Dorf Arcnshausen, von 32 Feuerstätten, am link»Ufer der Leine und am Eingange eines schönen und srcunvlichmThalgrundcs, welchen der Nusteberg beherrscht und die Leine durch-fließt, war ebenfalls ein offenkundiges Zubehör des alten GerichtsHaustein und mainzisches Lehen.

Letzteres war es nicht in den älteren Zeiten, wie in dem vor-hergehenden Abschnitt von den Alloden nachgewiesen ist. Eine Fa-milie des niedern Adels, die sich von diesem Dorfe nannte, kommt