Druckschrift 
Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

116

lnngen war das Testament ihres gemeinsamen Großvaters, des Feld-marschalls, vom 22. Juli 1743 mit dem Anhange vom 4. Jnli 1751und der Theilnngsreccß zwischen dessen Söhnen, Da aber schon da-mals selbst gerichtlich nicht mehr entschieden werden konnte, ob dieGüter in Hohenwulsch, Büste, Grassan und Zubehör als Mannlehen-stücke anzusehen seien, oder ob nur die in den Familiengesetzen be-stimmte Lehnsstammsumine an Oelde als Lehnsanfall zu betrachtenwäre, außerdem aber zwischen den eigentlichen Lehen und den Allo-dialgütern kein Unterschied mehr gemacht werden konnte, so entsagtendie obigen Brüder am 22. August 1776 allem Anspruch auf ihresOheims Friedrich Wilhelm ganzen Nachlaß. Sie ccdirten ausdrück-lich die Güter Hohenwulsch, Büste u. s, w, ihrer Cousine Sophie zuvöllig freiem Gebrauche und versprachen, falls irgend wer über kurzoder lang diese Cessio» angreifen sollte, sie wider jedermänniglich zuschützen und zu vertreten. Dagegen zahlte Sophie statt der als Lehns-stammsnmme in den Familiengesetzen bestimmte» 6000 Thlr. 7000 Thlr.Gold als Abstandssumme an die obigen Vettern.

Sophie kaufte außerdem mit ihrem Gemahl das Gut Klödenund noch ein Gut in Büste von der Generalin Sophie v. Jeetzegeb. v, Lattorff (212).

Friedrich v. Levetzow, der auch die Colonie Friedrichsfleiß, sowiedas Vorwerk Friedrichshof ans der Feldmark Schmoor angelegt hat,starb schon am 20. Mai 1801 zu Carlsbad; seine Gemahlin folgteihm >0. Juni 1817. Sie hatten fünf Kinder, ans welche nun diev. Jcetzcschen Güter vererbten:

n. Friedrich Carl Ludwig. Am l3. October 1782 zu Hohen-wulsch geboren, Erbherr auf Hohenwulsch, Büste, Döllnitz undKönnigde, Domkapitular zu Magdeburg und Minden, nahm er alsLieutenant 181213 an dem Feldzuge auf der Phrenäischen Halb-insel, 181314 an dem Kampfe in Südfrankreich und den Nieder-landen Theil, stand auch 1815 in den Reihen der englisch-deutschenLegion und fiel im Kampfe gegen Napoleon bei 17n Lslls Jllianao18. Juni 1815. Seine Gemahlin, eine geborene v.Brösigke, die vor-her mit einem Seitenverwandten des v. Levetzow'schen Geschlechts ver-mählt gewesen war, veräußerte Döllnitz und Könnigde und vermähltesich später wieder mit dem Grafen v. Klebelsberg in Böhmen.

zu ihren Conscns gäben. Da der zweite Zweig der Hohenwnlscher Linie aber die Ge-sannnthand scheu seit mehreren Gcncratienen ganz aufgegeben hatte, waren nur dieerwähnten Heiden Bruder, zumal sie die nächsten Verwandten waren, zu berücksichtigenund mit ihnen allein hatte also Sophie eine Einigung zu versuchen.