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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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standner schwerer Blatternkrankheit Exspectantin auf eine Stelle imKloster Neuendorf, ') schon 1698 Domina desselben und stirbt, nach-dem sie diese Würde 44 Jahre getragen, am 2. Januar 1743.2)

185. Joachim Christoph, dcr berühmteste seincö Ge-schlechts, Generalfeldmarschall der Preußischen Armeeund Ritter des schwarzen Adlerordens, Bruder der Vorigen.Er ist am 16. September 1673 zu Hohenwulsch geboren. Frühschon lernte er im älterlichen Hanse, mancherlei Entbehrungenhindurchgehend, die Roth des Lebens, aber auch den Werth derOrdnung und Selbstüberwindung kennen. 1686 wurde er Edel-knabe bei dem großen Chnrfürstcn, bei dessen Begräbniß er zumletzten Male als Page erschien, trat dann sogleich als Freiwilligerin das Infanterieregiment des Markgrafen Philipp Wilhelm ein, inwelchem damals und später mehrere seiner Verwandten als Offizierestanden, und war bei der Belagerung von Kaiserswerth und bei demBombardement und der Erstürmung Bonns zugegen. 1689, erstsechzehn Jahre alt, zum Fähnrich ernannt, zog er mit seinem Re-giments nach den Niederlanden, die nun der Schauplatz des Kriegesgegen Ludwig XIV. von Frankreich wurden, und erhielt hier 1693 dasPatent als Secondelieutenant. Nach dem Frieden zu Rhswickwurde er 1697 Premierlieutenant und kehrte auf mehrere Jahre insein Vaterland zurück.

Der spanische Erbfolgekrieg, an dem die Brandenburger unterdem Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau glorreichen Antheil nahmen,führte den Lieutenant Joachim Christoph 1701 zuerst wieder nachdem Rhein, 170Z nach den Niederlanden, wo er Staabs Haupt-mann wurde und 1704 nach Süddeutschland. Hier nahm er am13. August 1704 rühmlichen Antheil an dem von Marlborongh undPrinz Eugen errungenen Siege bei Höchstädt. Er bekam hier eineKugel in den Unterleib, die er mit in das Grab genommen hat.Am 15. September 1705 erhielt er wegen seiner in Italien und be-sonders in der Schlacht bei Cassano ^) bewiesenen Tapferkeit eineCompagnie, betheiligte sich 7. September 1706 bei dem glänzendenEntsatz von Turin, stand 1707 in der Provence und selbst vor Tou-lon und kehrte dann erst in seine Heimath zurück.

0 Consens ebendaselbst.

-) Beckmann, Beschr. d. Mark V., I., X. S. 128.

Oncllen im Klödencr und Hohenwulscher Archiv, die Pauli in seinem Lebengroßer Helden Band IX. S. 131—118 wörtlich benutzt hat.

In dieser fiel sein Vetter Dietrich Daniel 11K3) als Obcrstlieutenant.