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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
Entstehung
Seite
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Hedwig nach dem Tode ihres Bruders Esaias (s. in) mit dessenWitwe über seinen Allodialnachlaß und erhält unter Anderem denbisher von ihnen in Grassau bewohnten Ackerhof, worüber sie jedochmit dem Oberst Erdmann Christoph (173) in Prozeß geräth. Dieserwird 3V. März 1713 dadurch geendet, daß die Schwestern v, Jeetzedem Obersten für die auf jenem Hofe lastenden Dienste und Leistun-gen 300 Thlr. baar auszahlen, er ihnen aber denselben auf Lebens-zeit überläßt.') Am 7. Juni 1715 leiht sie mit ihrer Schwesterdemselben Oberst 4500 Thlr. zum Ankauf des v. Jtzenplitz'schenLehnguts in Grieben, wogegen er ihnen alle Einkünfte und Rechte imganzen Dorfe Grassau verschreibt.") Ihre Allodialgüter in Grassauverkauft sie 1723 an die dortigen Bauern. Sie ist dort 28. Novem-ber 1725, 66 Jahr alt, gestorben.

171. Esaias, Bruder der Vorigen. Am 20. October 1663zu Grassau geboren, stand er schon 1679 als Gemeiner in der Com-pagnie des preußischen Capitains v. Gromm, in der sein BruderSergeant war. Er muthet 28. Oktober 1692, wird 1693 und 1695mit seinem Bruder erwähnt") und scheint 1698 auf dem von diesemeingelösten Gutein Jeetze gewohnt zu haben, das er von demselben1705 erbt. ') Er kann aber damit wegen des Widerspruchs ChristianOtto's (182) nicht belehnt werden und überläßt es daher diesem für4500 Thlr. Er heirathet 25. August 1706 Hippolhta Elisabethv. Blücher (162) und wohnt seit 1709 auf dem von Daniel Chri-stoph (198) hinterlassenen Gute in Büste, welches Christian Otto(182), der damit belehnt war, ihm und seiner Gemahlin auf Lebens-zeit überlassen hatte. Doch starb er schon 30. Mai 1710.") SeineWittwe heirathete später Adam Adolph v. I. (221) Seine Lehengingen an den Oberst Erdmann Christoph (173) über.

172. Margarethe Hedwig, Schwester der Vorigen. Sieist 10. Juli 1666 zu Grassan geboren, wird 1713 und 1715 mit

') Nach ihrem Tode soll jedoch dies Grundstück dem Obersten oder seinen Erbenzufallen, diese aber dafür 40» Thlr. an die Erben der Schwestern v. Jcchc heraus-zahlcn. (H. A.)

") Hohcnw. Archiv.

") 8. Februar tlil>4 einigt er sich mit diesem über eingelöste Lehnstückc.

') Consens vom l>. Mai 170k.

") An seinem Wohnhause zu Grassau stand einst die Inschrift: „Allen, die michkennen, gebe Gott, was sie mir gönnen." In dem von ihm erbauten Gewölbe zuBüste ist er und spater auch seine Wittwe beigescht.