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Nach dieser Darlegung des Besitzes der v. Jeetze bleibt nurnoch übrig, die Quellen nachzuweisen, welche der nachfolgendengeschichtlichen Darstellung zu Grunde liegen.
Nur der Geh. Rath v. Laitorff gab zu der Geschichte seines Ge-schlechts ausführliche Stammtafeln der Familie v. Jeetze, der seineerste Gemahlin angehörte, ohne aber die nothwendigen geschichtlichenErläuterungen und Beweise hinzuzufügen. Da seine Tabellen bisherfast das einzige gedruckte Material zu einer Geschichte der v. Jeetzelieferten, entsteht die Frage, wieweit sie zuverlässig seien. Aus seinerin Klöden noch theilweise vorhandenen Correspondenz mit dem Ritt-meister Friedrich Wilhelm v. Jeetze ans Hohenwulsch gehen seine Quel-len deutlich hervor. Benutzt hat er die 1661 aufgesetzte StammtafelAnna Dorotheas v. Jeetze (151) im Klödener Archiv, dann einen, lei-der seitdem verbrannten, Stammbaum der ganzen Familie, von demer etwa 1750 eine Copie anfertigen ließ, die sich zuletzt im Besitzdes Rittmeisters a. D. v. Jeetze in Neiße befand; ferner die in denArchiven zu Klöden und Hohenwulsch aufbewahrten Urkunden, einenamtlichen Auszug aus den neueren churmärkischcn Lehncopialbüchernund die Nachrichten aus den zu seiner Zeit schon gedruckten Urkundenwie Mittheilnngen seiner Zeitgenossen.
Was aber jene beiden Stammbäume, die wir kurz den „AnnaDorothea's" und den „Jeetze'schen" nennen, betrifft, so ergiebt dieBergleichnng mit den seitdem aufgefundenen Urkunden, daß sie fürdie älteste Zeit bis 1500, sehr wenige Personen ausgenommen, überdie schon Nachrichten vorhanden waren, nur sehr geringen historischenWerth haben.')
Aber auch die Benutzung von Urkunden konnte Herrn v. Lattorff,was wenigstens die Zeit bis 1550 angeht, nicht vor mehrfachen Jrr-thiimern bewahren, da er aus Mangel an ausreichendem Materialnur zu oft ans Combination sich angewiesen sah. 2) Unter diesen
Klar geht dies aus folgenden Beispielen hervor. Anna Dorothea's Stamm-baum giebt dem Friedrich (l2), der schon vor 1427 gestorben ist, einen dritten SohnBarthold, der erst 1518 stirbt, während nach Urkunden Friedrich nur drei Sohne:Biete, Jan und Friedrich hat, und Barthold nnbczwcifclt erst Enkel eines von diesenist. Der Jcctzcschc Stammbaum dagegen, dessen Angabe schon v. Lattorfs bei Seitelegte, nennt Bartholds Vater Henning, seinen Grostvatcr Jahn oder Asmns, was auchnicht die geringste historische Begründung hat. Außerdem hat der Stammbaum AnnaDorothea'«, wie in der Geschichte bei Nr. Z5 und 48 nachgewiesen wird, ganz apo-kryphe Persönlichkeiten, während der Jcctze'schc Stammbaum selbst in neuerer Zeit grobeFehler hat; er nennt z. B. Lorcntz (152) einen Sohn Carl Friedrichs. (14V).
2) Dies zeigt sich besonders in der Benutzung des Lehnbriefs von 151k. In die-