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1 (1857) Bis zum Jahre 1533 reichend
Entstehung
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(Wüstung bei Kreuzburg) — et Thacbebecbi (Dacbwicli) et Uualebesleba (Walsch-leben) et Cornere (Körner) et Heiinge (Heilingen) et Rokkesteti (Rockstedt) etSalzunga (Salza? Langensalza? Salzungen?). Der Abt von Fulda tritt dagegenlauter im Mausfeldisclien und an der Saale in Slavischen Gegenden belegeneGüter ab in Frekenleba (Freekleben), Scekkensteti (Schackstedt), Arneri (Oerner),Lembeki (Leimbaeli bei Mansfeld), Fateresrod (Vatterode), Kerlingorod (?), Man-nesfeld (Mansfeld), Duddondorf (Thondorf?), Kodonnvalli (vielleicht Rottelsdorf),Xicnslcdj, Purtin (?) et Elesleba (Alsleben an der Saale), aliisve villis vel uillarumpartibus, quas sclauanicae familiae inhabitant, ad haee loea pertinentibus; undder Kaiser fügt dem noch als neues Geschenk für Magdeburg seine Besitzungenin Drikkestedi (Drackenstädt bei Magdeburg?) hinzu.

Dronke, Codex dipl. Fuld. Nro. 714 p. 331.

Anmerkung. Diese Urkunde ist oft gedruckt, und interessirt hier nurwegen des Beweises, dass Tüngeda und Brülieim zu den Erbgütern des Sächsi-schen Kaiserhauses in Thüringen gehörten, jedoch kann hier nicht unerwähntbleiben, dass die Ansicht von Wer sehe (Ueber die Verkeilung Thüringenszwischen Sachsen und Franken), wonach hier unter Salzunga nur Langensalzagemeint sein dürfte, trotz der dagegen erhobenen Zweifel (Regesten des Ge-schlechts Salza pag. 18) wohl für die richtige zu halten sein möchte, weil diesalinae, von welchen unter den verschiedenen überwiesenen Rechten und Be-sitzungen die Rede ist, gar nicht speciell auf Salzunga bezogen werden können,sondern auf die an den genannten Orten sich findenden Salzquellen im Allgemei-nen, wie denn solche in Kreuzburg bekanntlich noch jetzt in Betrieb sind. West-mielingen ist unter Landgraf Hermann zur Stadt Kreuzburg gezogen (Galetti,Thüringische Geschichte III p. 178).

9.

975, 3. Juni, Kaiser Otto H. bestätigt die Schenkung einer unter Kaiser-lichem Schutz stehenden Matrone Namens Wentilgart an das Stift Fulda. DieSchenkung besteht in: quiequid predii vel hereditatis in marcha Ostmilingi et inmarcha Brucheim in pago Thuringie in comitatu Wiggeri habere uidebatur.

Dronke, Codex dipl. Fuld. Nro. 716. p. 332.

Anmerkung. Hier werden wieder Ostmilingi und Brucheim (Miela undBrüheim) genannt, und als in der Grafschaft des Wiggers liegend bezeichnet.Der Graf Wigger erscheint demnach als Graf im Westgau und scheint hier einNachfolger des Meginwart gewesen zu sein, welcher 932 (vid. oben Reg. 6) auf-tritt, wenn nicht der Westgau schon damals unter verschiedene Grafschaftenvertheilt war. Graf Wigger gehört nach Wenk's und v. Wer sehe's kritischenUntersuchungen dem Geschlechte der Grafen von Bilstein (später Lauterberg) an,welche im 13ten Jahrhundert noch als die Lehnherrn Hermanns von Brandenfelsüber Grossen- und Wolfs-Behringen erscheinen.

10.

979, 30. December. Kaiser Otto II. entscheidet den Streit zwischen denAebten von Fulda und Hersfeld, welcher darüber entstanden ist, dass Abt Goz-bert von Hersfeld im Ilörselfluss (in fluvio quodam Hursilla vocato, qui fluit inLupinzgouue) durch Anlegung eines Wehrs (gurgustium) die Schilffahrt behinderthat. Das in den Fluss gelegte Hinderniss soll soweit geöffnet werden, dass zwei,im Boden drei Fuss breite Schiffe, ohne sich gegenseitig zu berühren, oder andie eingerammten Pfähle zu stossen, ungehindert durchfahren können, damit dieSchifffahrt der Leute der Fuldaschen Kirche wieder frei sei. Data III kal ianuariAnno dominice incarnationis DCCCCLXXVIIIl indictione VI Anno vero regni