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Aufrechthaltung ihrer Gerechtsame die Appellation nach Mainz zuprosequiren. Dies inuß aber weiter keine Folge gehabt und manmuß die Verpachtung dieses Gewerbs für vorteilhafter gehaltenhaben, denn wir finden einen Schwcincschneidcr Michel Steinvon Goldbach bis zum Jahr 1776 in einem solchen Pacht, derim Jahr 1790 nur 2 THIr. 16 ggr. eintrug.
Auch die hohe Behörde in Heiligcnstadt scheint die Verwaltungund Nutzen dieses Rechts den Adlichen Gerichten überlassen zu haben,denn eine Verfügung des Gch.-Raths rc. zu Hciligenstadt vom 22.Dec. 1767 macht allein den Kurfürst!. Aemtern, den Klösterlichenund Städtischen Gerichten bekannt, daß dem Carl WilhelmKrebs aus Blankenburg der Schwcineschnitt gegen geleistete Cau-tion und auf Wohlverhaltcn auf ein Jahr lang gestattet worden;so wie am 2. Juni 1788 der v. H. Gerichtshalter benachrichtigetwird, daß dem Bernord Dornseis aus Somplar in Hessendies Gewerbe in den kurf. Aemtern auf 3 Jahre überlassen sey.Nach dem Conferenz-Prot. vom 3. Nov. 1790 war es für 2 Thlr.16 ggr. verpachtet.
Später erhielt auch dies eine andere Einrichtung.
10) ZZadslulle in Heiligenstadt.
In den frühern Jahrhunderten gab es weder in den Land-städten, und noch weniger auf dem Lande, Anstalten zur Vermin-derung der Krankheiten, und also auch keine bestellte Aerzte oderApotheker — vielleicht allein darum um das menschliche Leben zuverlängern. Als im Jahr 1611 die Pest auf dem Eichsfelde unterder Bevölkerung allgemeine Verheerung anrichtete, hatte Hciligen-stadt noch keinen Stadt-Arzt. Der geistliche Commissarius schriebdamals nach Mainz: lim Ic»oi summa ponuria mecÜLorum. Erst1682 (Urkb. 6I5) erfolgte von den v. H. die Bestellung zweierChirurgen wegen der Angeschlichenen Contagion (S. 267). ZurGesundheitspflege befand sich allein nur die Anstalt der Bad-stuben, deren man sich zur Erhaltung und Herstellung der Ge-sundheit bediente. In Heiligenstadt waren deren zwei, wovon dieeine ein Lehn der von H. war. Vom 19. Sept. 1596 findet sichcm Notariatö-Jnstrument von dein öffentlichen Notarius Georg
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