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Gerechtigkeiten.
Zutritt zu denselben Niemanden versagt, indem sich die Anzahl derEvangelischen in den benachbarten katholischen Dorfschaften unterder preuß. Regierung, besonders durch Erbauung der großen ber-liner Heerstraße und die dabei Angestellten und noch mehr durchBesetzung der Zoll-Grenze gegen das benachbarte Hannover durchGrenz-Aufseher mehrerer Grade, sehr vermehrte. Dies mochte dieKönigl. Regierung in Erfurt, der die genauen Verhältnisse dieserCapellen nicht bekannt worden waren, veranlassen, den 23. März1839 den Pfarrer zu Born Hagen zum förmlichen llaroollus unddie Hauskapelle im Steinschen Hof daselbst zur Parochialkirche zuerklären und derselben 179 in 8 katholischen Orten wohnende Evan-gelische dieser Parochic zuzuweisen. Dies hatte dann auch bald dieFolge, daß dem Gutsbesitzer jenes Ritterhofs von der Behörde zu-gcmuthct wurde, seine Hauskapelle zu vergrößern und einzurichten,da die vermehrte Anzahl der Communicanten oft kaum Platz inder Kirche fanden, und die Andächtigen vor der Thüre auf demOekonomiehof solchen suchten. Dies veranlaßte dann den Guts-besitzer im Septbr. 1849, die Huld des frommen und freigebigenKönigs, der selbst den Fortbau des Doms zu Cölln so großmüthigunterstützt, um den Bau einer evangelischen Kirche zu Bornhagcnzu bitten, der nach einem sehr mäßigen Anschlag nur gegen 4999 Thl.kosten sollte, indem die Gutsbesitzer einen schicklichen Platz in derNähe des Pfarrhauses dazu anweisen wollten. Die Sache verzögertesich aber durch Verweisung an das Ministerium der geistlichen An-gelegenheiten bis in das bekannte tolle Jahr, wo von jenem Mi-nisterium am 24. Oct. 1848, also volle 2 Jahre nach der Eingabe,im Allerhöchsten Auftrag die Verfügung erfolgte, daß der Zustandder Staatskasse zu Gnadengeschenken keine Mittel besitze und daherden vorgetragenen Wunsch zu erfüllen Anstand genommen worden.
Die gottcsdienstliche Feier ist, wie bisher, in den 3 Haus-Capellcn geblieben, und wenn auch die Nachkommen es dankbarlicherkennen, daß diese Stiftung für die Lehre der Augsburg. Confefs.durch den Muth und die Beharrlichkeit ihrer Vorfahren, sogar ge-gen den westphälischen Frieden und das Normaljahr, mitten zwischenkatholischen Dorfschaftcn, erhalten worden, so bedauert doch derFreund der evangelischen Lehre, daß diese Gottesverehrung nur als