Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
304
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Gerechtigkeiten.

Johann Müller als eine Regierungsbehörde in HeiligcnstadtSitz genommen. Am 29. Juni 1634 übersenden Fürstl. Sächsischevss Eichöfeldt verordneteNegicrungs-Räthe" den von Hausteinein Eremplar der Fürbitte für den Herzog Wilhelm v. Sachsenwelches nach der Predigt in allen Kirchen jedesmal verlesen werdensoll. Mit der Fürbitte für seine ,/herzIicbftc Gemahlin" sollen sie-/bis auf andcrwcite Verordnung continuircn". Aber schon desfolgende Jahr, 1635 war es der katholischen Behörde in Heiligen-stadt gelungen, den vor 2 Jahren nach Gerbcrshauscn ge-brachten evangcl. Pfarrer Andreas Holtzman zu entsetzen undzu vertreiben. Dies veranlaßte daher eine Vereinigung der v. H.,ncmlich Otto Friedrich, Burchart, Hans Hermann, AdolfErnst, Werner, Dittmar und Lippolt Brüder und Gevettnzum Bornhagen, Stcina und Bcsenhauscn, nebst Baltenv. Tastungen, Caspar und Friedrich v. H. als Vormünderüber Georg Thilen Erben zu Unter-Steine, welche schrift-lich bekennen:

daß sie den Pfarrer Holtzman nicht dimittircn können nochmögen und dero wegen aufs neue in Bestallung angenommen,um -/in unsern verschlossenen Häusern und Burgsitzcn oder wowir sonst seiner benölhigt sein, Uns unsern Nachkommen und,/gebrotcnden Dienern das heilige wahre Scligmachendc WortGottes nach der Augsburg. Confession vorzutragen, die heiligenhochwürdigcn Luorsmanta auf unsern und der Unsrigen adelige»Häusern, nach der Einsetzung des Herrn zu verrichten w."Der Gehalt sollte seyn: 59 Gulden zu 21 Fürftcngrosche»,25 Mltr. Roggen, 8 Mltr. Gerste, 11H Mltr. Hafer, 29 SchockReißwellen, 2 Klftr. Holz und 1 Schock Lein zu säen, welchesunter jene Gutsbesitzer vertheilt war.

In diesem Jahr 1635 scheint also dnrch Vertreibung des PfHoltzman von Gerbcrshauscn zuerst in ihm ein Pfarrer fürBornhagen, Ober- und Unter sie in bestellt und dieseevangelische Pfarrftclle errichtet worden zu seyn. Ueber seinen WohiHfindet sich nichts vor. Nach einigen Jahren ist er gestorben, den»am 8. Nov. 1633 erging von Friedrich v. H. zu Obersteineine Einladung an Joh. Adolph Frep,IIuzoloZmo LnnMsto